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Ex-HRE-Chef Wieandt: Luxusrente versüßt den Abschied

Mit nur 18 Monaten an der Spitze der Hypo Real Estate hat sich Axel Wieandt einen satten Rechtsanspruch gesichert: Er erhält ab seinem 60. Lebensjahr nach stern-Informationen jedes Jahr eine knappe Viertelmillion Euro Rente. Und Axel Wieandt hat noch keinen Bonus sausen lassen.

Der im März ausgeschiedene Chef der Krisenbank Hypo Real Estate (HRE), Axel Wieandt, hat Anrecht auf eine überraschend hohe Altersentschädigung. Wie der stern in seiner neuen, am Donnerstag erscheinenden Ausgabe berichtet, stehen Wieandt nach nicht einmal 18 Monaten an der Spitze des heute staatlichen Instituts ab seinem 60. Lebensjahr jährlich 237.450 Euro zu. Die Summe ergibt sich aus dem Arbeitsvertrag, den Wieandt im Oktober 2008 mit der HRE geschlossen hatte, nachdem die Bundesregierung die Bank gerade mit Milliardenbürgschaften vor der Pleite bewahrt hatte.

In dem geheim tagenden Finanzmarktgremium des Bundestages sorgte die Ankündigung der Rentenansprüche nach Informationen des stern jetzt für Empörung bei Abgeordneten von der Linkspartei bis zur CDU.

Juristen hatten im Auftrag der HRE Wieandts Rentenanspruch geprüft und waren zu dem Ergebnis gekommen, er sei "unverfallbar". Wieandt hatte bereits zuvor mehrfach mit von ihm beanspruchten Bonuszahlungen Negativschlagzeilen verursacht. Ein Streit um Sondervergütungen mit Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) trug maßgeblich zu Wieandts Ausscheiden bei. Schäuble hatte bei einem Gespräch im Februar versucht, den Banker zu einem Verzicht auf einen Bonus über 375.000 Euro zu bewegen. Wieandt bestand aber auf seinen Rechtsanspruch auch auf diesen Bonus.

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