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50.000 Läden machen mit: Supermarkt statt Geldautomat: So bekommen Sie kostenlos Bargeld

Immer mehr Banken und Sparkassen verlangen fürs Geldabheben am Automaten Gebühren. Das macht eine Alternative attraktiv, die bislang nur wenige Menschen nutzen: die Supermarktkasse.

Supermarktkasse

An vielen Supermarktkassen können Kunden kostenlos Geld abheben

Weil mit Zinsen derzeit nichts zu verdienen ist, drehen immer mehr Banken an der Gebührenschraube: Das kostenlose Girokonto wird zum Auslaufmodell und auch fürs Geldabheben am Automaten verlangen immer mehr Institute Gebühren. Mindestens 40 Sparkassen und mehr als 150 Volks- und Raiffeisenbanken bitten ihre Kunden sogar fürs Abheben am eigenen Automaten zur Kasse, berichtet das Finanzportal Biallo.de. Bei einigen der betroffenen Anbieter sind immerhin zwei, drei oder fünf Abhebungen im Monat frei, andere verlangen schon ab dem ersten Gang zum Automaten Gebühren.

Im Supermarkt kann jeder gebührenfrei Geldabheben

Je mehr die Finanzinstitute das kostenlose Geldabheben einschränken, desto attraktiver wird eine Alternative, die bislang nur wenige Kunden auf dem Schirm haben: Geld abheben im Supermarkt. Fast alle großen Supermarktketten bieten ihren Kunden mittlerweile die Möglichkeit, beim Bezahlen an der Kasse auch Bargeld abzuheben. An rund 50.000 Ladenkassen ist das kostenlose Geldabheben in Deutschland inzwischen möglich. 

"Cash Back" nennt sich das Verfahren, das bei Rewe, Edeka, Penny, Netto und Aldi Süd zum Einsatz kommt. Wer für mindestens 20 Euro einkauft und mit Girokarte bezahlt, kann sich vom Kassierer bis zu 200 Euro Bargeld herausgeben lassen. Das Geld wird im Hintergrund vom Konto abgebucht. Und der Kunde zahlt keine Gebühren, ganz egal bei welcher Bank er ist. 

Geldautomat

Bargeld tanken: Nicht für alle kostenlos

Auch an vielen Tankstellen können Kunden Bargeld abheben, ohne einen Automaten zu bemühen. Bei Shell können Kunden an der Shop-Kasse bis zu 1000 Euro abheben und müssen noch nicht einmal tanken oder Snacks einkaufen. Allerdings: Kostenlos ist der Shell-Service nur für Kunden, deren Bank zum "Cash Group"-Verbund gehört (Deutsche Bank, Postbank, Commerzbank und andere). Alle anderen zahlen Gebühren wie an einem Fremdautomaten.

Alternative mit Strichcode

Eine andere Methode des Bargeldabhebens bietet das Start-up Barzahlen.de an. In der Banking-App auf dem Smartphone wählt man den gewünschten Bargeldbetrag und erzeugt einen Barcode, der an der Kasse ausgelesen wird. Barzahlen.de kooperiert mit Rewe, Penny, Real, dm, Budni und weiteren Partnern. Aktuell steht der Service aber nur Bankkunden von DKB und N26 zur Verfügung. Auch das Bargeldeinzahlen aufs Konto ist mit dem System möglich. Entwickelt wurde das Barcode-System von Barzahlen.de ursprünglich, um Onlinekäufe abzuwickeln, ohne dass der Kunde Kreditkarten- oder Kontodaten angeben muss. So kann man bei Onlineshops, die mit Barzahlen.de kooperieren, beim Kauf einen Barcode generieren und damit in den Supermarkt gehen und an der Kasse bezahlen.

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