Hintertür Steuerreform "privat" vorziehen


Ob die Steuerreform vorgezogen wird oder nicht, viele Beschäftigte können schon jetzt ihre monatliche Abgabenlast in 2004 reduzieren, indem sie den Lohnsteuerabzug eintragen lassen.

Ob die Steuerreform vorgezogen wird oder nicht, viele Beschäftigte können schon jetzt ihre monatliche Abgabenlast in 2004 reduzieren. Darauf weist die Dresdner Bank in ihrem Medien-Service hin. Wer sich auf der neuen Lohnsteuerkarte einen Lohnsteuerabzug eintragen lasse, führe ab Januar 2004 weniger an das Finanzamt ab und müsse sich die Steuern nicht erst mühsam am Jahresende über die Steuererklärung zurück holen.

Ab 600 Euro geht's

Voraussetzung für einen solchen Antrag: Aufwendungen für 2004 - wie erhöhte Werbungskosten und Belastungen - müssen den Angaben zufolge mehr als 600 Euro betragen und glaubhaft belegt werden können. Antragfähig sind demnach Werbungskosten aus nichtselbstständiger Arbeit. Arbeitnehmer könnten alle Ausgaben, die der Erzielung und Sicherung ihres Einkommens dienen, steuerlich als Werbungskosten absetzen. Der Pauschalbetrag dürfe jedoch nicht 1.044 Euro übersteigen. Die Liste reicht den Angaben zufolge vom Arbeitsplatzwechsel über Fortbildungs- oder Fahrtkosten bis zur Zweitwohnung am Ort des Arbeitsplatzes.

Sonderausgaben und Freibeträge

Sonderausgaben wie Unterhaltsleistungen an den geschiedenen Ehepartner, Steuerberatungskosten oder die gezahlte Kirchensteuer seien weitere Beispiele, die als Freibetrag eingetragen werden könnten. Dies gilt auch für Verluste aus anderen Einkunftsarten. Übersteigen die Kosten für eine Immobilie die Nettomieteinnahmen, dann sind sie steuerlich absetzbar, wie es weiter heißt. Anrechenbar seien auch Renovierungskosten, Kosten für die Suche eines neuen Mieters und Abschreibungen. Ebenso könnten negative Einkünfte aus gewerblicher, freiberuflicher oder landwirtschaftlicher Tätigkeit abgesetzt werden.

DPA

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