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Konsumverhalten: Weineinkauf beim Discounter nimmt zu

Fast jede zweite Flasche Wein wird in Deutschland inzwischen beim Discounter gekauft. Dem entsprechend kommen Aldi und Co am gesamten Weinmarkt auf einen Marktanteil von 45 Prozent.

Fast jede zweite Flasche Wein wird in Deutschland inzwischen beim Discounter gekauft. Am gesamten Weinmarkt kommen damit Aldi und Co auf einen Marktanteil von 45 Prozent, teilte das Deutsche Weininstitut (DWI) im Vorfeld der Fachmesse ProWein (29.2.-2.3.) in Düsseldorf mit. Dieses veränderte Konsumverhalten spiegelt sich auch in den gesunkenen Durchschnittspreisen wider. So zahlten die Verbraucher für eine Flasche Wein im Schnitt 2,15 Euro (2002: 2,20 Euro).

Rotweinverkauf auf dem Höchststand

Der Trend zum Rotwein ist ungebrochen. Mit einem Anteil von 51,7 Prozent erreichte der Rotweinkonsum im vergangenen Jahr einen Höchststand. In diesem Segment hätten die deutschen Weine ihre Marktführerschaft vor Frankreich und Italien ausgebaut. Immer beliebter werden deutsche Weine auch im Ausland. So kletterten die Exporte in die USA von Oktober 2002 bis November 2003 um 36 Prozent.

Heißer Sommer brachte 2003 weniger Ertrag

Für den Jahrhundertwein 2003 werden die Verbraucher nach Einschätzung von DWI-Geschäftsführer Armin Göring etwas tiefer in die Tasche greifen müssen. Doch die Qualitätssprünge würden größer sein als die Preissprünge. Wegen des heißen Sommers fiel die Weinernte nach Schätzungen des DWI mit insgesamt 8,35 Millionen Hektolitern deutlich niedriger aus als im Vorjahr (10,18 Hektoliter). Die Weine hätten aber ein hohes Alterungspotenzial. "Die hohe Reife der Trauben ist der Schlüssel für Spitzenqualität", betonte Göring.

Auch Osteuropa drängt in den Markt

Auf der ProWein präsentieren 2.700 Aussteller aus 37 Ländern den Fachbesuchern aus dem In- und Ausland ihre Erzeugnisse. Mit rund 750 Ausstellern stelle Deutschland das größte Kontingent, teilte die Messe Düsseldorf mit. Neben den Klassikern aus Frankreich, Italien, Österreich und Spanien präsentieren sich auch Aussteller aus Übersee (USA, Chile, Argentinien, Südafrika, Australien) und aus Osteuropa (Rumänien, Ungarn).

DPA