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Pharma: Aventis warnt Aktionäre vor Übernahme durch Sanofi

Im Übernahmekampf mit Sanofi-Synthélabo hat der deutsch-französische Pharmakonzern Aventis seine Mitarbeiter und Aktionäre erneut vor der feindlichen Übernahme durch den Konkurrenten gewarnt.

Harte Bandagen: Im Übernahmekampf mit Sanofi-Synthélabo hat der deutsch-französische Pharmakonzern Aventis seine Mitarbeiter und Aktionäre erneut vor der feindlichen Übernahme durch den Konkurrenten gewarnt. "Sanofi will Aventis billig übernehmen. Und dies mit Aktien, die ein beträchtliches Abwertungsrisiko beinhalten", schreibt der Konzern-Vorstand in der 16-seitigen Broschüre "Sagen Sie Nein zum Angebot von Sanofi", die am Dienstag an die 69.000 Mitarbeiter und 300.000 Aktionäre von Aventis verteilt wurde.

Aufruf: Offerte nicht annehmen

Einen Tag nach Beginn der Angebotsfrist in Deutschland ruft Aventis damit erneut seine Aktionäre dazu auf, die Offerte im Wert von derzeit 46 Milliarden Euro zurückzuweisen. Der Angebotspreis des gemessen am Umsatz nur halb so großen Konkurrenten Sanofi liege um 25 Prozent unter dem Preis, der in Anbetracht des Ertragsanteiles von Aventis in einem gemeinsamen Unternehmen gerechtfertigt wäre, hieß es. Umsatzstarke Produkte stünden vor dem Ende des Patentschutzes, so genannte Blockbuster habe Sanofi in absehbarer Zeit nicht in der Pipeline.

Aventis habe hingegen im vergangenen Jahr vier Blockbuster mit Umsätzen von jeweils mehr als einer Milliarde Euro im Portfolio gehabt und plane in den nächsten Jahren die Einführung von zehn weiteren potenziellen Produkten dieser Art.

Übernahmestreit nicht vor Ende Mai zuende

Nachdem der Übernahmeversuch Ende Januar bekannt wurde, hatte Aventis versucht, den Kampf vor Gericht in die Länge zu ziehen. Seit vergangener Woche warnt das Unternehmen seine Aktionäre in Zeitungsanzeigen davor, die Offerte anzunehmen. Aventis schätzt, dass der Streit um die Übernahme nicht vor Ende Mai beendet ist.

DPA