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Pharma: Generikahersteller Stada weiter auf Erfolgskurs

Der Sparzwang im Gesundheitswesen und die damit verbundene Nachfrage nach billigen Medikamenten füllt dem Arzneimittelhersteller Stada weiterhin kräftig die Kasse.

Das Bad Vilbeler Unternehmen verzeichnete dank der zunehmend höheren Nachfrage nach preiswerteren Medikamenten in der ersten Jahreshälfte deutliche Zuwächse bei Gewinn und Umsatz. Stada stellte daher am Dienstag für das Gesamtjahr 2003 prozentual zweistellige Wachstumsraten bei Umsatz und Ertrag in Aussicht. Auch 2004 soll dieser Trend anhalten.

Alle Kennzahlen legten zu

Der Nettogewinn sei in den ersten sechs Monaten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 17 Prozent auf 23,2 Millionen Euro gestiegen, teilte das im MDax gelistete Unternehmen mit. Der Konzernumsatz kletterte um 16 Prozent auf 358,6 Millionen Euro. Allein mit Generika setzte Stada 261,7 Millionen Euro um.

Generika als Renner

Das Unternehmen mit Stammsitz nahe Frankfurt stellt preiswerte Nachahmerpräparate von Originalmedikamenten her, bei denen der Patentschutz abgelaufen ist. Dabei profitiert Stada unter anderem vom zunehmendem Kostendruck im Gesundheitswesen und der damit verbunden Nachfrage nach günstigeren Medikamenten.

Cholesterinsenker pushte Erlöse

Erfreulich habe sich der Umsatz mit dem Cholesterinsenker Simvastatin entwicklet, erläuterte Stada. Die Firma hatte Simvastatin auf den Markt gebracht, nachdem der Patentschutz für das Originalprodukt Zocor der US-Firma Merck & Co im Mai abgelaufen war. Bis Ende Juni 2003 seien in Deutschland bereits Erlöse von insgesamt 6,1 Millionen Euro und konzernweit 10,2 Millionen Euro mit Simvastatin erzielt worden. Das Produkt werde damit voraussichtlich langfristig der Wirkstoff mit dem zweitgrößten Umsatz im Konzern werden. Stada rechnet nach früheren Angaben damit, binnen eineinhalb Jahren 20 bis 30 Millionen Euro mit dem Cholesterinsenker zu erlösen.

In Deutschland auf Rang drei

Nach eigenen Angaben ist Stada gemessen am Umsatz weltweit die Nummer 14 unter den Generika-Produzenten. Das Unternehmen ist in Deutschland nach den privatrechtlich geführten Generika-Konkurrenten Ratiopharm und Hexal der drittgrößte Hersteller von Nachahmerpräparaten.