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SOFTWARE: Ergebnis von Intershop für viertes Quartal wackelt

Der Softwareanbieter Intershop hat wegen der Nachfrageschwäche in der IT-Branche im dritten Quartal seinen Nettoverlust deutlich ausgeweitet und beim Umsatz eingebüßt.

Intershop schloss zudem nicht mehr aus, dass auf Grund der schwierigen Marktlage möglicherweise das Ziel eines ausgeglichenen operativen Ergebnisses (Ebitda) im vierten Quartal nicht erreicht wird. Der Nettoverlust erhöhte sich im dritten Quartal auf 7,5 Millionen Euro von 5,8 Millionen Euro im zweiten Quartal, teilte das im Nemax50 gelistete Unternehmen mit. Der Umsatz fiel auf 8,9 Millionen Euro von 12,1 Millionen Euro im Vorquartal. Die für Intershop wichtigen Lizenzerlöse gingen deutlich auf 3,5 Millionen Euro verglichen mit 6,3 Millionen Euro im zweiten Quartal zurück. Der Umsatzrückgang spiegelt die anhaltende weltweite Konjunkturschwäche, zurückhaltende Investitionen in Informationstechnologie sowie saisonale Effekte im europäischen Markt wider. Die liquiden Mittel zum Quartalsende bezifferte Intershop mit 20,4 Millionen Euro.

Bein Ausblick vorsichtiger

Intershop halte an seinem Ziel fest, im vierten Quartal ein ausgeglichenes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) zu erreichen. »Auf Grund der schwierigen Marktlage kann jedoch ein Ebitda-Verlust von bis zu drei Millionen Euro im vierten Quartal 2002 nicht ausgeschlossen werden«, schränkte Intershop ein. Das Unternehmen geht davon aus, dass der Umsatz im vierten Quartal deutlich über dem des dritten Quartals liegen wird und die Gesamtbetriebskosten höchstens das Niveau des dritten Quartals (ohne Restrukturierungskosten) erreichen werden.

Anleger sollen Kapitalherabsetzung zustimmen

Am Mittwoch sollen die Anleger von Intershop auf einer außerordentlichen Hauptversammlung einer notwendigen Kapitalherabsetzung durch eine Aktienzusammenlegung im Verhältnis fünf zu eins zustimmen. Damit sollen Wertminderungen und sonstige Verluste von rund 75,3 Millionen Euro ausgeglichen und etwa 1,93 Millionen Euro in die zum Ausgleich von Verlusten zuvor aufgelöste Kapitalrücklage eingestellt werden. Im Anschluss will sich Intershop frisches Geld bei Investoren besorgen und zeigte sich in der Vergangenheit auch zuversichtlich, dieses zu bekommen. Zu Gesprächen mit Investoren wollte sich Intershop am Mittwoch nicht äußern.

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