SPAREN Aktienverkauf mit Verlust steuerlich günstig?


Aktienbesitzer müssen die vom nächsten Jahr an gezahlten Dividenden nur noch zur Hälfte versteuern. Das gilt aber auch für Spekulationsgewinne und Verluste.

Nach Angaben des Bundesverbandes deutscher Banken entfällt dafür das bisherige steuerliche Anrechnungsverfahren. Aktionäre erhalten deshalb künftig keine Steuergutschrift mehr für bereits vom Unternehmen gezahlte Körperschaftssteuer. Bei ausländischen Aktien gilt das so genannte Halbeinkünfteverfahren schon für Dividenden, die Aktionäre in diesem Jahr erhalten.

Gilt auch bei Spekulationsgewinnen

Auch Spekulationsgewinne aus Aktien, die pro Jahr über 1.000 Mark (512 Euro) liegen, bei denen zwischen Kauf und Verkauf der Aktien aber weniger als ein Jahr liegt, sind künftig nur noch zur Hälfte steuerpflichtig. Der Nachteil: Verluste aus Aktiengeschäften innerhalb der Einjahresfrist können ab dem Steuerjahr 2002 ebenfalls nur noch zur Hälfte geltend gemacht werden.

Verlust komplett verrechnen

Die Dresdner Bank rät Anlegern daher zu prüfen, ob ein Verkauf von Papieren mit Verlust bis zum Jahresende möglicherweise sinnvoll ist. Wer also Aktien, die er vor weniger als einem Jahr gekauft hat, noch 2001 mit Verlust verkauft, könnte dieses »Verlustpolster« komplett gegen mögliche Gewinne aus diesem Jahr aufrechnen. Dies gilt allerdings nur für deutsche Aktien.

Ergebnis unter Freigrenze drücken

Sind die Verluste 2001 aus dem Verkauf deutscher Aktien höher als die ebenfalls in diesem Jahr anfallenden Gewinne, können die Verluste den Angaben zufolge in voller Höhe in das vergangene Jahr zurück oder in die folgenden Steuerjahre vorgetragen werden. Spekulationsgewinne, die bei deutschen Aktien ab 2002 nur noch zur Hälfte berücksichtigt werden müssten, lassen sich mit dem »Verlustpolster« in voller Höhe verrechnen. Damit lässt sich das Ergebnis von Gewinnen und Verlusten aus Spekulationsgeschäften leichter unter die steuerliche Freigrenze von 1.000 Mark drücken, hieß es in der Dresdner-Bank-Zeitschrift »FinanzSpektrum«.


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