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Wachstum: Beiersdorf auf Rekordkurs

DAX-Anwärter Beiersdorf, bekannt durch seine Nivea-Creme, wächst und wächst. In den nächsten zehn Jahren soll sich der Umsatz verdoppeln. Schon für 2004 hat man sich einiges vorgenommen.

Der Nivea-Hersteller Beiersdorf erwartet nach überstandenen Turbulenzen im Eigentümerkreis erneut ein Rekordjahr. Der Umsatz werde - bereinigt um Währungseinflüsse - um sieben Prozent steigen und das Ergebnis sich weiter verbessern, teilte Beiersdorf am Dienstag in Hamburg mit. Durch die starke Weltmarke Nivea erreicht Beiersdorf seit Jahren ein stetiges Wachstum. Vorstandschef Rolf Kunisch hatte erst vor wenigen Tagen in einem Interview angekündigt, dass Beiersdorf seinen Umsatz in zehn Jahren verdoppeln werde.

Im abgelaufenen Jahr blieb Beiersdorf mit einem währungsbereinigten Umsatzwachstum von vier Prozent unter den eigenen Prognosen. Zu aktuellen Wechselkursen lag der Umsatz nach vorläufigen Zahlen mit 4,67 Milliarden Euro um 1,5 Prozent unter dem Wert des Vorjahres. Die Sparte cosmed, die mehr als zwei Drittel des Beiersdorf-Umsatzes ausmacht, verzeichnete Umsatzrückgänge in Deutschland, Russland, Brasilien und Japan. In vielen anderen Ländern erreichte Nivea dagegen hohe zweistellige Umsatzsteigerungen.

Besonders renditeträchtig: Die cosmed-Sparte

Das betriebliche Ergebnis (EBIT) erreichte mit 480 Millionen Euro eine neue Rekordhöhe, nach 472 Euro im Vorjahr. Der Jahresüberschuss betrug rund 300 (Vorjahr: 290) Millionen Euro, was einer Nettoumsatzrendite von mehr als sechs Prozent entspricht. Die Rendite für die cosmed-Sparte lag mehr als doppelt so hoch wie in den Sparten medical (Hansaplast) und tesa.

Beiersdorf war im Oktober vergangenen Jahres knapp dem Verkauf an einen ausländischen Großkonzern entgangen und gehört nun in den Einflussbereich des Hamburger Kaffeerösters Tchibo, der 49,9 Prozent der Anteile langfristig behalten will. Beiersdorf ist einer der stärksten Werte im Aktienindex M-DAX der mittelgroßen Unternehmen und gilt als Aufsteiger-Kandidat in den DAX.

DPA

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