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Winterurlaub: Die besten Pisten-Policen

Wintersportler sollten vor dem Start in den Urlaub ihren Versicherungsschutz kontrollieren. Denn nicht immer holt man sich auf der Skipiste eine rote Nase und einen Muskelkater: Bei den vielen Unfällen kann es bis zur Berufsunfähigkeit gehen.

Die nackten Zahlen lassen aufhorchen: 60.000 Wintersportler verunglücken jährlich auf den Pisten weltweit - teilweise mit lebenslangen Folgen, beispielsweise in Form von Berufsunfähigkeit. Deshalb ist der Schutz vor Erwerbsunfähigkeit so wichtig - nicht nur im Skiurlaub, doch dort besonders. Umfassenden Schutz bietet dabei eine Berufsunfähigkeitsversicherung, die immer dann zahlen muss, wenn aus gesundheitlichen Gründen der Job aufgegeben werden muss.

Private Unfallversicherung übernimmt Bergung

Ebenfalls sinnvoll kann eine private Unfallversicherung sein. Sie übernimmt in der Regel nicht nur die Bergungskosten nach einem Unfall, sondern zahlt auch die vereinbarte Versicherungssumme, wenn der Unfall schwerere Gesundheitsfolgen und eine dauerhafte Invalidität nach sich zieht. Das tut sie bei der vereinbarten Einmalzahlung anders als die Berufsunfähigkeitsversicherung auch dann, wenn die Leistungsfähigkeit um weniger als 50 Prozent eingeschränkt ist.

Ganz wichtig: Die Versicherung zahlt nicht bei einer Bewusstseinsstörung. Eine solche Störung kann auch alkoholbedingt sein. Deshalb sollte auf der Piste immer die Null-Promille-Grenze gelten!

Auslandskrankenversicherung nicht vergessen!

Ein Muss bei Auslandsaufenthalten ist eine Auslandsreisekrankenversicherung. Ansonsten besteht die Gefahr, dass verletzte Urlauber auf einem Teil der Arzt- oder Krankenhausrechnungen sitzen bleiben oder gar einen Rücktransport nach Deutschland aus eigener Tasche bezahlen müssen.

Ein Muss für den Alltag und den Skiurlaub ist eine Privathaftpflichtversicherung. Sie zahlt, wenn andere Winterurlauber Schadenersatzansprüche an den Versicherten richten. Das kann schnell der Fall sein, wenn es beispielsweise auf der Piste eine Kollision gibt. Der Versicherungsschutz umfasst dabei nach Auskunft des Bundes der Versicherten bis zur Höhe der vereinbarten Versicherungssumme sowohl Behandlungskosten als auch Schmerzensgeld und Ansprüche wegen Verdienstausfall oder bleibenden Gesundheitsschäden des Geschädigten.

Ein Muss: Haftpflichtversicherung

Die Privathaftpflichtversicherung ist dabei gleichzeitig eine Art Rechtsschutzversicherung. Wenn die Forderungen gegen den Versicherten unberechtigt sind, wehrt die Gesellschaft solche Ansprüche ab - notfalls auch vor Gericht. Auch eine Erweiterung der Police für einen Forderungsausfall ist sinnvoll. In solch einem Fall zahlt die eigene Haftpflichtversicherung nämlich auch dann, wenn man selber einen Schaden zu beklagen hat, der Übeltäter aber nicht mehr dingfest gemacht werden kann.

Die Stiftung Warentest weist nicht zu unrecht darauf hin, dass manche Urlauber ihre Skiausrüstung besser versichert haben als sich selbst. Dabei sind Ausrüstungsversicherungen oft viel zu teuer und gehören nicht zu den Policen, die wirklich existenzbedrohende Risiken abdecken - ganz im Gegensatz zu den bereits erwähnten Policen, die sehr viel wichtiger sind.

Finger weg bei Versicherungspaketen

Vorsicht ist bei Versicherungspaketen angesagt. Diese Policenbündel beinhalten neben der sinnvollen Auslandskrankenversicherung, die es als Einzelvertrag aber oft günstiger gibt, in der Regel auch teure Rücktrittsversicherungen und weniger sinnvolle Versicherungen, die beispielsweise das Gepäck schützen sollen. Diese Paketversicherungen gaukeln oft eine kompakte Sicherheit vor, die sie nicht bieten können. Jeder sollte seinen individuellen Schutz selbst auswählen - das spart Geld und sichert sinnvollen Schutz!

Oliver Mest/DDP / DDP