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Teures Wohnen am Wasser? Mieten im Norden stark gestiegen, Hamburg als positive Ausnahme

Mieten Norddeutschland
In Hamburg stiegen die ohnehin hohen Mieten nicht allzusehr an, in der Lübecker Bucht, im Bild Scharbeutz, dafür sehr. 
© stern/Bildagentur-online/Ohde/chromorange/carto / Picture Alliance
Das Portal Immowelt hat die Entwicklung der Mieten in Norddeutschland analysiert. Vielerorts gab es starke Steigungen. In manchen Kreisen fielen die Preise jedoch auch. 

An der Spitze hat sich nicht viel verändert: Am höchsten sind die Mieten im Norddeutschen Raum (nicht ganz unerwartet) noch immer in Hamburg. Mehr als zwölf Euro zahlen Mieter im Median in der Hansestadt mittlerweile pro Quadratmeter, drei Prozent mehr als im Vorjahr. Das ergab eine Auswertung des Immobilienportals Immowelt. Untersucht wurden die Entwicklungen der Mietpreise in den 62 Kreisen und kreisfreien Städten der Bundesländer Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Das fünfte norddeutsche Bundesland Mecklenburg Vorpommern war in der Auswertung nicht enthalten. 

Mit Blick auf die Erhöhungen kommen die Mieter in der Millionenstadt Hamburg noch vergleichsweise glimpflich davon. Andernorts stiegen die Quadratmeterpreise im Mittel deutlich stärker. Zum Beispiel im Landkreis Ostholstein, der unter anderem die beliebten Strandorte Timmendorfer Strand, Scharbeutz und Grömitz umfasst. Ebenso in den Nordsee-Landkreisen Cuxhaven und Friesland. In einer Pressemitteilung von Immowelt heißt es, als Folge der Coronakrise und der Entwicklung hin zum Home Office könnten die ländlicheren Regionen stärker in den Fokus geraten, die Mieten in der Folge weiter steigen. Hamburg wird dagegen dafür gelobt, größeren Ansteige der ohnehin hohen Mieten vermieden zu haben – unter anderem durch gezielten Wohnungsbau. In den Kreisen Vechta und Lüneburg fielen die Preise im Mittel sogar.

Alle Ergebnisse der Auswertung finden Sie in den unteren Grafiken.

Grafiken: So haben sich die Mieten in Norddeutschland entwickelt

Werden die Grafiken nicht oder falsch dargestellt, klicken Sie bitte hier. 

Zu den Grafiken: Die obenstehende Grafik zeigt, wo die Mieten am höchsten sind und wo die Preise am stärksten gestiegen sind. Hervorgehoben sind die drei Städte und Kreise mit den höchsten Mietsteigerungen sowie Hamburg als Stadt mit den höchsten Mieten. Lüchow-Dannenberg zählt zu den Kreisen in denen die Mieten am höchsten anstiegen, ist aber nachwievor der norddeutsche Landkreis mit den niedrigsten Quadratmeterpreisen. Fahren Sie über die Linien, um mehr Details zu sehen.  

Die untenstehende Karte zeigt die untersuchten Städte und Landkreise auf einen Blick. Je höher die Mieten im Vergleichszeitraum anstiegen, desto dunkler ist die Fläche eingefärbt. Kreise, in denen die Mieten fielen, sind blau eingefärbt. Fahren Sie über die jeweiligen Kreise für mehr Details, Sie können in die Karte hinein- und herauszoomen. 

Zur Berechungsgrundlage teilt Immowelt mit: "Datenbasis für die Berechnung der Mietpreise waren auf immowelt.de inserierte Angebote. Dabei wurden ausschließlich Angebote berücksichtigt, die vermehrt nachgefragt wurden. Die Preise geben den Median der jeweils im 1. Halbjahr 2019 und 2020 angebotenen Wohnungen (40 bis 120 Quadratmeter) wieder. Der Median ist der mittlere Wert der Angebotspreise. Bei den Mietpreisen handelt es sich um Nettokaltmieten bei Neuvermietung."

Quelle:Immowelt

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rös

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