Klimaschutz Recyclingpapier hilft - ein bisschen


Klimaschutz ist sexy, insbesondere, wenn sich damit Geld verdienen lässt. Also warb eine Intiative, unterstützt von Verbraucherzentralen und Bundesumweltamt, dafür, mehr Recyclingpapier zu verwenden. Die Ersparnis an CO2 und Energie fällt allerdings nicht hoch aus.

Verbraucherschützer und Umweltbehörden wollen mit einem höheren Anteil von umweltfreundlichem Papier etwas für das Klima tun. Der Sprecher der Initiative Pro Recyclingpapier, Franz Winterer, sagte am Montag in Berlin, man könnte jährlich 146.000 Tonnen CO2 einsparen, würde ausschließlich Altpapier verwendet. "Recyclingpapier ist Klimaschutzpapier", sagte Winterer. ´

Anteil von Recyclingpapier bei 15 Prozent

Schon mit dem bei 200 Blatt Recyclingpapier eingesparten Energie könne eine Energiesparlampe mehr als 100 Stunden leuchten. Das zeige, dass jeder täglich zum Klimaschutz beitragen könne. Nach seinen Angaben werden in Deutschland jährlich 800.000 Tonnen Büropapier verbraucht, rund 15 Prozent davon sind Recyclingpapier.

Der Präsident des Umweltbundesamtes, Andreas Troge, sagte, es gebe sicher noch effektivere Klimaschutz-Maßnahmen. Durch das Verwenden von Recyclingpapier schone man aber auch Wälder als wichtige Lebensräume. Er forderte Länder und Kommunen zum Handeln auf: "Die öffentliche Hand muss endlich Umweltkriterien bei der Beschaffung von Papier anwenden."

Verwirrung durch Etikett "chlorin free"

Edda Müller, Vorstand des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen, appellierte an Händler, das Angebot übersichtlicher und umfangreicher zu gestalten. Verbraucher müssten in der Lage sein, Recyclingpapier zu finden und zu erkennen. Mit Kennzeichen wie "chlorin free" (chlorfrei) verwirre man den Kunden und stelle Zellstoffpapier zu Unrecht als umweltverträglich dar, sagte Müller.

AP AP

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