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ARD-Haushalts-Check: Waschen: Weichgespülte Fakten aus dem Archiv

Welches Waschmittel ist das beste? Wie spare ich Geld und Energie? Was ist mit fiesen Keimen? Im Haushalts-Check erklärt die ARD, wie man richtig wäscht - und bleibt am Ende vieles schuldig.

Von Daniel Bakir

Yvonne Willicks wäscht sich durchs Erste

Yvonne Willicks wäscht sich durchs Erste

Was haben sich die ARD-Fernsehmacher über ihre Marken-Check-Reihe gefreut. Endlich mal eine Idee, die nah beim Normalbürger ist, die Gesprächsstoff liefert und gute Quoten bringt. Von Ikea bis Apple, von Bahn bis Jeans wurde seit 2011 alles Mögliche schon öffentlich-rechtlich durchgecheckt. Wann immer es ging, gab's noch einen Hart-aber-fair-Talk zum Thema gleich hinterher. Dort saß manchmal Yvonne Willicks, die hauseigene Expertin für alle Verbraucherthemen in und um den Haushalt.

Willicks hatte zu dem Zeitpunkt bereits im WDR ebenfalls eine eigene Checker-Reihe: den Haushalts-Check. Moment, dachten sich die Programmverantwortlichen: Eine Sendung mit einem bekannten Moderatorengesicht auf der "Check" drauf steht? Die muss natürlich im Ersten laufen, und zwar zur Primetime um 20:15 Uhr.

Im ersten Teil des in die ARD beförderten Yvonne-Willicks-Haushalts-Checks vergangene Woche ging es um das Thema Mindesthaltbarkeitsdatum und warum wir so viel gutes Essen wegwerfen. Das war in Ordnung, Willicks traf sogar den Ernährungsminister zu einem Frühstück mit abgelaufenen Lebensmitteln.

Voll vercheckt

Die aktuelle Folge aber zeigt, dass man die Check-Idee auch totreiten kann. "Waschen: Reine Sauberkeit oder reines Geschäft?", fragt Hauswirtschaftsmeisterin Willicks. Welches Mittel ist das beste? Was ist gut für die Umwelt und den Geldbeutel? Wie sieht's mit Keimen in der Maschine aus? Typische Checker-Fragen. Nur die Antworten sind diesmal leider ziemlich belanglos.

Kostprobe? Beim Dosieren bitte nach Packungsangabe und nicht nach Gefühl, sonst verschwenden Sie teures Waschmittel. XXL-Packungen sind nicht unbedingt günstiger, weil man von dem Zeug mehr pro Ladung nehmen muss. Und außerdem betuppen uns die Firmen mit verdeckten Preiserhöhungen, indem sie die Packungen bei gleichem Preis kleiner machen. Wow, wie spannend.

Laborbesuch aus dem Archiv: Die Episode mit Professor Dirk Bockmühl sendete der WDR vor einem Jahr schon einmal

Laborbesuch aus dem Archiv: Die Episode mit Professor Dirk Bockmühl sendete der WDR vor einem Jahr schon einmal

Keim-Test aus dem Archiv

Retten können die Spannung jetzt nur noch fiese Keime in der Waschmaschine. Und tatsächlich: Alle 100 Proben, die Willicks und ihre Helfer in privaten Haushalten genommen haben, sind belastet, wie Professor Dirk Bockmühl im Labor erklärt. Gesundheitsschädlich sind die Keime aber nicht. Wie langweilig.

Der treue WDR-Zuschauer weiß das alles übrigens schon, weil die komplette Keim-Episode schon vor einem Jahr in einem anderen WDR-Haushalts-Check gelaufen ist und hier lediglich Archivmaterial recycelt wurde.

Weil es aber offenbar nichts Spannenderes zu berichten gibt, muss auch die Familie Kern nochmal aus dem Archiv gekramt werden. Bitte nach dem Waschen immer die Waschmittelschublade auflassen und regelmäßig Gummidichtung und Flusensieb sauber machen, bleut Yvonne Willicks ihnen ein. Schön, dass die Kerns es auch nochmal ins Fernsehen geschafft haben.

Sauer dürften dagegen die Bürger aus dem Sauerländer Dörfchen Fleckenberg sein. Sie kommen trotz des hervorragenden Namenswitzes im aktuellen Haushalts-Check nicht mehr vor. Stattdessen ist Yvonne Willicks diesmal einfach in ein anderes Sauerländer Kaff gefahren, um herauszufinden welches das beste Waschmittel ist. Ergebnis: Das Öko-Mittel kommt am schlechtesten an, Markenwaschmittel und Discount-Waschmittel waschen ziemlich gleich. Einen Vorteil kann die Markenware nur bei sehr starken Verschmutzungen erzielen.

Hier gibt's den aktuellen Haushalts-Check in der Mediathek zu sehen.

Und hier den von vor einem Jahr.

Themen in diesem Artikel
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.