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Mit Rechenbeispielen Von Kaffee bis Girokonto: Wenn Sie sich an diese drei Prinzipien halten, sparen Sie trotz Inflation Geld

In den Händen einer alten Frau liegt Kleingeld
Stiftung Warentest rechnet vor, wo trotz Inflation noch gespart werden kann.
© Felix Kästle / DPA
Das Geld hat derzeit Beine. Es ist schneller weg, als man es ausgeben kann. Die Inflation macht es möglich. Stiftung Warentest gibt handfeste Tipps, wie trotzdem gespart werden kann und rechnet die Ersparnis anhand von Beispielen vor.

Bescheidenheit ist das Credo der Stunde, denn das Portemonnaie leert sich derzeit so schnell wie seit Jahrzehnten nicht – der Inflation sei "Dank". Für viele heißt das, Gürtel enger schnallen und auf unnötigen Luxus verzichten. Aber auch so manches Nötige kommt einen derzeit teuer zu stehen. Wo man trotz der gestiegenen Preise im Alltag noch viel sparen kann, ohne auf die Qualität zu verzichten, das weiß die Stiftung Warentest. 

Im Juni betrug die Inflationsrate in Deutschland 7,6 Prozent. Stark runtergebrochen heißt das, dass Leben ist im Vergleich zum Vorjahr um 7,6 Prozent teurer geworden. Im Mai hatte sie sogar bei 7,9 Prozent gelegen, so hoch wie seit fast 50 Jahren nicht mehr. Wer sein Geld zusammenhalten will, muss bei den Ausgaben genauer hinsehen. Aber wie? Diese drei Prinzipien helfen:

  • Prinzip 1: Beim Einkauf auf Qualität und Preis achten, nicht auf die Marke
  • Prinzip 2: Bei Elektrogeräten nicht nur den Einkaufspreis in die Überlegung einbeziehen, sondern auch die Betriebskosten
  • Prinzip 3: Verträge prüfen, zu günstigeren Anbietern wechseln und Überflüssiges kündigen

Wie viel es ausmachen kann, wenn nach diesen Prinzipien eingekauft wird, zeigen die Warentest-Beispielrechnungen. Dabei wurde darauf geachtet, dass durch die Ersparnisse nicht auch an Qualität gespart wird. Die günstigen Waren schnitten in den Tests mindestens ebenso gut wie die teureren ab.

So viel Geld können Sie durch einen Produktwechsel einsparen

Beispiel 1: Kaffee

Günstiger Kaffee kommt vielen Genießern partout nicht in die Mühle. Wenn nicht die richtige Bohne aufgebrüht wird, dann lieber gar keine. Aber Marke und Preis allein sind keine Qualitätsgarantie. Die günstigen Caffè-Crema Bohnen von Netto stehen denen von Dallmayr qualitativ in nichts nach, sind aber deutlich billiger. Bei einem Kaffeeverbrauch von einem Liter täglich würde ein Wechsel zum günstigeren Kaffee eine Ersparnis von rund 140 Euro im Jahr bringen.

Beispiel 2: Fernseher

Die Glotze ist bei vielen Mittelpunkt des Zuhauses, auf ihn sind im Wohnzimmer die Möbel ausgerichtet, vor ihm ist abendlicher Sammelplatz der Familie. Kurz: Für viele Menschen ist der Fernseher im Haus ein Muss. Bei der Anschaffung sollte aber nicht nur der Kaufpreis eine Rolle spielen, sondern auch die zu erwartenden Betriebskosten. Denn die schlagen mitunter heftig ins Kontor. Warentest rechnet vor, dass die Unterschiede mehr als 400 Euro betragen können. Verglichen wurden Modelle von Samsung und LG.

Beispiel 3: Girokonto

Jeder hat ein Girokonto. Aber während manche dafür ordentlich Geld hinblättern müssen, zahlen andere nichts. Bei den bundesweit erhältlichen Girokonten kann die Wahl der richtigen Bank eine Ersparnis von knapp 180 Euro bringen. Dann beispielsweise, wenn man zu Santander wechselt, anstelle bei Comdirect zu bleiben. 

Weitere handfeste Tipps und Beispiele finden Sie auf test.de.

tpo

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