VG-Wort Pixel

Sound im Wohnzimmer Warentest vergleicht Soundbars: Die Testsieger kommen aus Deutschland

Eine junge Frau sitzt auf der Couch und schaut Richtung TV
Beim richtigen Sound im Wohnzimmer kommt Freude auf: Soundbars sind das richtige Mittel gegen krächzende TV-Lautsprecher. (Symbolbild)
© Deepak Sethi / Getty Images
Wenn der Klang des Fernsehers nicht reicht und rumkrächzt, muss eine ordentliche Anlage her. Platzsparend und nicht weniger kraftvoll: Soundbars. Stiftung Warentest hat 14 Geräte verglichen – und das Ergebnis überrascht.

Fernsehlautsprecher haben es nicht leicht. Obwohl die kleinen Krachmacher sich alle Mühe geben, den Filmsound authentisch und kraftvoll wiederzugeben, scheitert es oft an der Physik. Denn in den dünnen TV-Geräten bleibt kein Platz für große Lautsprecher und Subwoofer, externe Basisstationen mit diesen Extras bieten die allerwenigsten Modelle. Um das Heimkino also auch klangtechnisch zu einem solchen zu machen, muss eine richtige Anlage her. Das ist vielen Menschen aber zu sperrig – denn die Boxen brauchen Platz, der Subwoofer ist meist riesig und die ganzen Kabel sind perfekte Zutaten für einen unschönen Salat am Aufstellort.

Soundbars (oder Soundplates) sind daher ein toller Kompromiss: Sie sind kompakt genug, um nicht störend zu wirken, aber bieten genug Raum für Hoch-, Mittel- und Tieftöner, um aus einem Film ein Erlebnis zu machen. In der aktuellen Ausgabe stellt Stiftung Warentest 14 hochpreisige Geräte vor, bei deren Test gleich zwei Geräte eines einzigen Herstellers die Konkurrenz wegblasen.

Die Heftauswahl ist Teil einer größeren Testreihe, rund 33 Geräte hat Stiftung Warentest in diesem Jahr bereits getestet. Eine Aufgliederung in Preisklassen ist aber das fairste Mittel, die verschiedenen Angebote zu vergleichen – denn eine Soundbar für 200 Euro wird wohl nie an die Leistung eines Modells für 1000 Euro ranreichen.

Ferner unterteilt Warentest das Feld in Ein- und Mehrteiler. Einige Soundbars kommen mit sogenannten Satelliten-Lautsprechern, um eine räumliche Klangatmosphäre zu schaffen – das gelingt bei Unterbringung aller Lautsprecher in einem Gehäuse eher nicht.

1. und 2. Platz gehen nach Schwäbisch Gmünd

Die ersten beiden Plätze im Vergleich gehen an den deutschen Hersteller Nubert. Sowohl die "Nupro AS-3500" (995 Euro) als auch die "Nuboxx AS 425" (700 Euro) erhielten die Note "gut" (1,9/2,0). Beide Modelle überzeugten mit einem guten Klang, guter Handhabung und sehr gutem Stromverbrauch. Von acht getesteten Soundbars konnte nur ein weiteres Modell mit dem Klang mithalten, wird aber von Warentest als Negativbeispiel in Sachen Handhabung genannt.

Denn die mit Abstand teuerste Soundbar "Beosound Stage" von Bang & Olufsen fiel nicht nur durch ihren vergleichsweise exorbitanten Preis von 1700 Euro auf, sondern auch durch eine offenbar komplizierte Klangoptimierung per App und eine schlechte Anleitung. Für das Luxus-Gerät reichte es nur für ein "befriedigend" (2,7), da die gute Klangnote durch besagtes Bedienkonzept und hohen Stromverbrauch den Schnitt nicht retten konnte.

Schlusslicht bei den Einteilern bildet ausgerechnet die "Beam" von Sonos (485 Euro) mit einem "befriedigend" (2,9). Warentest bemängelt vor allem den Klang und die Handhabung des Geräts.

Mehr Boxen – besserer Klang

Der Gewinner in Sachen Klang befindet sich bei den Mehrteilern – das bestätigt die Theorie, dass guter Sound Platz braucht. Die Soundbar "DSP11RA" von LG holte mit ihrer externen Bassbox und zwei Satelliten die Note "gut" (2,0). Die Teilnote für den Klang liegt mit einer 1,9 haarscharf vor Nubert, offenbar begeisterte das Gerät insbesondere beim subjektiven Hörtest. Mit einem Preis von 950 Euro liegt das Set von LG sogar noch unter der Box von Nubert – es kommt also auf den Platz an, welches Gerät Sie bevorzugen.

Den kompletten Test und weitere Geräte im Vergleich finden Sie gegen Gebühr auf test.de.

Dieser Artikel enthält sogenannte Affiliate-Links. Mehr Informationen dazu gibt es hier.


Mehr zum Thema



Newsticker