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Arbeitslosigkeit: Fast jedes vierte Unternehmen plant Stellenabbau

Der sich abzeichnende Aufschwung wird nach Ansicht des ifo-Instituts am Arbeitsmarkt vorbei gehen. Laut einer Studie wird der anhaltende Personalabbau stärker ausfallen als der Zugewinn an neuen Arbeitsplätzen.

Der sich abzeichnende Aufschwung wird nach Ansicht des Münchner ifo-Instituts am Arbeitsmarkt vorbei gehen. Eine am Mittwoch vorgestellte Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts im Auftrag der "Wirtschaftswoche" kommt zu dem Ergebnis, dass der anhaltende Personalabbau stärker ausfallen werde als der Zugewinn an neuen Arbeitsplätzen. Laut der Umfrage unter 1.000 Unternehmen planen nur 16,5 Prozent der Firmen ihre Belegschaft aufzustocken, 24 Prozent sehen dagegen einen weiteren Stellenabbau vor.

Nur jedes fünfte Unternehmen rechnet demnach damit, dass sich die wirtschaftliche Lage in Deutschland 2004 verbessert. Die Hälfte der Firmen glaube, dass die Konjunktur vor allem im Ausland anziehe und der Aufschwung an Deutschland vorbeigehen werde. Dennoch kündigten 43,5 Prozent der Unternehmen im kommenden Jahr höhere Investitionen an. Allerdings begründete dies über ein Drittel mit weiteren Rationalisierungen, nur 32,4 Prozent der investitionswilligen Firmen will ihre Kapazität erweitern.

Zunehmend Sorge bereitet den Unternehmen der starke Dollar. Bereits 35 Prozent der Befragten haben Probleme beim aktuellen Kurs, weitere 20,5 Prozent fürchten Exportschwierigkeiten bei einem Anstieg auf mehr als 1,30 Dollar.