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Bundesanstalt für Arbeit: Zahl der Arbeitslosen leicht zurückgegangen

Die Zahl der Arbeitslosen ist im März auf 4.607.885 zurückgegangen. Das sind 98.300 weniger als im Vormonat, aber 451.869 mehr als vor einem Jahr.

Der Frühling setzt sich auf dem Arbeitsmarkt nur zögerlich durch. Die Zahl der Arbeitslosen sank im März witterungsbedingt um 98 300 auf 4 607 900. Der Abstand zum Vorjahresmonat erhöhte sich aber gleichzeitig auf 451 900, berichtete die Bundesanstalt für Arbeit am Donnerstag in Nürnberg. Die Arbeitslosenquote ging von 11,3 auf 11,1 Prozent zurück. Vor einem Jahr hatte sie noch bei 10,0 Prozent gelegen.

Übliche Frühjahrsbelebung

Der Vorstandsvorsitzende der Bundesanstalt für Arbeit, Florian Gerster, sagte, der Rückgang der Arbeitslosenzahl beruhe im Wesentlichen auf der üblichen Frühjahrsbelebung. Angesichts des wirtschaftlichen Stillstands und des Irak-Kriegs sei eine Besserung am Arbeitsmarkt nicht in Sicht.

Die Einfluss der schlechten Konjunktur auf den Arbeitsmarkt wird am erneut starken Anstieg der saisonbereinigten Erwerbslosenzahl deutlich. Die um jahreszeitliche Einflüsse bereinigte Arbeitslosenzahl nahm seit Februar um 52 000 auf 4,414 Millionen zu. Im Westen stieg sie um 41 000, im Osten um 11 000.

In Westdeutschland waren Ende März bei der Bundesanstalt 2 879 900 Arbeitslose registriert. Das waren 70 800 weniger als im Februar, aber 352 500 mehr als vor einem Jahr. In Ostdeutschland ging die Zahl der Menschen ohne Beschäftigung im März um 27 500 auf 1 728 000 zurück. Das waren aber 99 400 mehr als vor zwölf Monaten. Die Arbeitslosenquote lag im Westen bei 8,8 Prozent, im Osten bei 19,6 Prozent.