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Büro-Alltag: Vom Choleriker bis zum Kontrolletti: Diese 6 Chef-Typen machen das Arbeitsleben zur Hölle

Sie bekommen cholerische Anfälle, klauen die besten Ideen und geben nie Feedback: Einige Chefs nerven schon ziemlich. Das Wirtschaftsmagazin Capital stellt die sechs anstrengendsten Typen im Chefsessel vor - und wie man mit ihnen klar kommt.

Nervige Chefs

Nervige Chefs können frustrieren.

Typ 1: Der Choleriker

Grundlose Ausraster ereilen Ihren Chef in unregelmäßigen Abständen, zu völlig unvorhersehbaren Zeitpunkten. Opfer dieser cholerischen Anfälle zu sein, macht leider überhaupt keinen Spaß und Sie wünschen sich nichts sehnlicher, als einfach mal zurückzubrüllen. Verständlich, aber keine gute Idee. Tun Sie lieber das Gegenteil davon: Durchatmen und Ruhe bewahren. So nehmen Sie dem Schreihals den Wind aus den Segeln.

Sollte es gar nicht auszuhalten sein, verlassen Sie den Raum mit der Bemerkung, dass Ihnen das nun zu viel wird. Trotzdem muss das Problem irgendwann angesprochen werden: Am besten bei einem ruhigen Gespräch unter vier Augen. Wenn sich auch daraufhin nichts ändert, holen Sie sich Unterstützung – zum Beispiel beim Betriebsrat.

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Typ 2: Das Fähnchen im Wind

Flexibles Arbeiten interpretiert Ihr Chef auf seine ganz eigene Art: "Heute so, morgen so" ist sein Motto, klare Ansagen macht er selten, und wenn, ist darauf kein Verlass. Mit einem Trick sichern Sie sich gegen solche Stimmungswechsel ab. Auch wenn es erst einmal mehr Arbeit ist: Lassen Sie sich wichtige Arbeitsanweisungen schriftlich geben. Fassen Sie beispielsweise Besprechungen und Absprachen in einer E-Mail an Ihren Chef zusammen. Auch wenn er darauf nicht reagiert, haben Sie dann zumindest ein Dokument mit Datum, auf das Sie sich im Zweifel beziehen können.

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Im Arbeitsalltag ist ja nicht immer alles ätzend, es kommt uns nur so vor, wenn wir genervt den Laden verlassen. Was hilft: Schreiben Sie jeden Tag drei Dinge auf, über die Sie sich an diesem Tag gefreut haben. Ihre Präsentation lief super? Aufschreiben! Ihr Chef hat Sie gelobt, auch wenn es nur kurz war? Aufschreiben! Sie konnten Kollegen helfen? Aufschreiben! Alle wollen das Gefühl haben, gebraucht zu werden und etwas zu können. Wer diese Momente im Arbeitsalltag reflektiert, nimmt dem Job den Ätz-Faktor. Zumindest ein bisschen.

Im Arbeitsalltag ist ja nicht immer alles ätzend, es kommt uns nur so vor, wenn wir genervt den Laden verlassen. Was hilft: Schreiben Sie jeden Tag drei Dinge auf, über die Sie sich an diesem Tag gefreut haben. Ihre Präsentation lief super? Aufschreiben! Ihr Chef hat Sie gelobt, auch wenn es nur kurz war? Aufschreiben! Sie konnten Kollegen helfen? Aufschreiben! Alle wollen das Gefühl haben, gebraucht zu werden und etwas zu können. Wer diese Momente im Arbeitsalltag reflektiert, nimmt dem Job den Ätz-Faktor. Zumindest ein bisschen.

Typ 3: Der Kontrollfreak

Manchmal fragen Sie sich, warum Ihr Chef Sie überhaupt eingestellt hat, denn er überprüft jeden Ihrer Arbeitsschritte, scheint Ihnen nicht zu vertrauen und sowieso am liebsten alles selbst zu machen. Anstatt trotzig auf sein Verhalten zu reagieren, seien Sie Ihrem Vorgesetzten einfach einen Schritt voraus. Geben Sie ihm unaufgefordert Updates zu Ihrer Arbeit und informieren Sie ihn über Teilerfolge Ihrer Projekte – damit beweisen Sie ihm, dass er sich auf Sie verlassen kann.

Typ 4: Der Blosssteller

Egal ob berechtigt oder nicht: Mit Kritik an Ihrer Arbeit sollte der Vorgesetzte nicht vor versammelter Mannschaft um die Ecke kommen. Dennoch: Er sitzt am längeren Hebel. Im Meeting vor den Kollegen können Sie also erst einmal nichts anderes tun, als die Kritik anzunehmen. Im Anschluss sollten Sie aber das persönliche Gespräch mit dem Chef suchen und ihm rückmelden, wie Sie sich durch sein Verhalten fühlen und dass sich die öffentliche Kritik auch auf Ihre Leistung und die Anerkennung im Team auswirken könnte.

Typ 5: Der Ideendieb

Sie hatten diese grandiose Idee, die Ihr Projekt entscheidend voranbringen und der Konkurrenz den Wind aus den Segeln nehmen wird. Das Lob des Chefs haben Sie schon genossen, jetzt freuen Sie sich auf das der anderen Kollegen, wenn sie im Meeting davon erfahren. Doch dann das: Der Chef verkauft Ihre Idee als seine eigene. Und Sie? Gucken dumm und wollen losschreien. Lassen Sie das mal lieber. Suchen Sie stattdessen das persönliche Gespräch mit Ihrem Vorgesetzten. Greifen Sie ihn nicht direkt an, sondern betonen Sie, dass Sie auch am Konzept beteiligt waren. Schmückt sich Ihr Chef häufiger mit Ihren Federn, fragen Sie ihn besser offensiv, warum er Sie bei der Vorstellung der Konzepte nicht erwähnt.

Typ 6: Der Ignorant

Sie bekommen nie Feedback vom Chef und fragen sich häufig, ob er die von Ihnen erzielten Erfolge überhaupt wahrnimmt. Sprechen Sie mit ihm! Jammern Sie im Gespräch nicht, sonst könnte der Eindruck entstehen, Sie wären unselbstständig und müssten für jeden Schritt, den Sie alleine tun, gelobt werden. Merken Sie stattdessen an, dass Sie besser Schwerpunkte setzen können, wenn Sie vom Chef Rückmeldung zu den Arbeiten bekommen, mit denen er besonders zufrieden ist.

Egal, welche Macken Ihr Chef hat, grundsätzlich gilt:

 Nehmen Sie die Launen des Chefs nicht persönlich.

 Kehrt ein Problem immer wieder, ist ein Gespräch mit dem Chef unumgänglich. Schildern Sie das Problem, signalisieren Sie Veränderungsbedarf.

 Sind die Probleme mit Ihrem Chef wirklich noch normaler Büroalltag oder schon Schikane? Wenn Chefs ihre Mitarbeiter gezielt mobben, nennt man das Bossing. Suchen Sie auf jeden Fall Hilfe beim oder einer Beratung.

 Schön, wenn Sie bereit sind, die Probleme mit Ihrem Chef zu meistern. Lassen Sie sich aber nicht alles gefallen - irgendwann ist die Grenze erreicht. Dann ist es besser, sich nach einer neuen Stelle umzusehen oder sich versetzen zu lassen.

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