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Online-Gaming Teenager erleidet beim Zocken Anfall – Mitspielerin auf anderem Kontinent holt Hilfe

Ein Gaming-Headset hängt an einem Monitor: Die beiden Zocker leben rund 8000 Kilometer voneinander entfernt
Ein Gaming-Headset hängt an einem Monitor: Die beiden Zocker leben rund 8000 Kilometer voneinander entfernt
© Florian Schuh/ / Picture Alliance
In England hat ein 17-Jähriger beim Online-Spielen einen Anfall. Seine Mitspielerin am Headset ruft daraufhin die Rettungskräfte – von Texas aus.

Eine junge Frau aus Texas hat einen knapp 8000 Kilometer entfernt lebenden britischer Teenager gerettet, der in seinem Zimmer einen Krampfanfall hatte. Das berichtet unter anderem das "Liverpool Echo". Demnach spielten die 20-Jährige und der 17-Jährige gemeinsam ein Online-Spiel und kommunizierten via Headset, als sich der Jugendliche plötzlich nicht mehr meldete. Sofort habe sie im Netz nach entsprechenden Notrufnummern für Widnes, eine Stadt zwischen Liverpool und Manchester, recherchiert und schließlich erfolgreich die Rettungskräfte alarmiert.

Die Eltern des 17-Jährigen hätten gerade unten auf der Couch gesessen und Fernsehen geguckt, als auf einmal die Polizei geklingelt habe. Die Beamten informierten demnach die Eltern, dass im Haus eine Person "ernste gesundheitliche Probleme" habe. Der Teenager habe oben in seinem Zimmer gelegen, noch immer mit den Auswirkungen seines Anfalls kämpfen und nicht voll orientiert. Am Headset sei am anderen Ende der Leitung immer noch die 20-jährige Retterin aus Texas gewesen.

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Teenager geht es besser, Diagnose steht noch aus

Der Vorfall ereignete sich laut dem "Liverpool Echo" am 2. Januar. Der Teenager habe bereits im Mai 2019 einen ähnlichen Anfall erlitten und sei danach eine Woche im Krankenhaus gewesen. Eine genaue Diagnose für die Krampfanfälle stehe noch aus. Bisher sei bei ihm lediglich ADHS und das Asperger-Syndrom festgestellt worden.

Die Eltern des Teenagers zeigten sich sehr dankbar für die Hilfe der US-Amerikanerin und waren "schockiert", dass sie im Erdgeschoss nichts von dem Anfall ihres Sohnes mitbekommen hatten. Die Helferin habe "unsere Adresse, aber keine Kontaktnummern". Da sei es "schon erstaunlich, dass sie aus von so weit weg Hilfe holen konnte", wird die Mutter zitiert. Ihrem Sohn gehe es bereits "deutlich besser". Ein Termin im Krankenhaus solle nun genauer abklären, woher die Anfälle kommen würden. 

Quellen:"Liverpool Echo" / BBC

fin

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