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Deutscher Gründerpreis: Grüne Ideen für gute Geschäfte

Umwelt- und Klimaschutz sind die Topthemen der Stunde - auch beim deutschen Gründerpreis. Viele Gewinner zeigten in diesem Jahr, dass der Trend zu Ökologie und nachhaltigem Wirtschaften Chancen für erfolgreiche Unternehmensgründungen bietet.

Der Deutsche Gründerpreis ist eigentlich kein Ökopreis. Trotzdem beschäftigte sich die Jury am 16. Mai dieses Jahres in Berlin besonders häufig mit grünen Themen. Deutschlands beste junge Unternehmen denken ökologisch: Es ging um regenerative Energie, optimierte Windkraftanlagen, autarke Produktionsprozesse und alternative Antriebe. Am Ende waren drei der diesjährigen Preisträger Firmen, die ihre Geschäfte auf den schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen ausgerichtet haben. Und das ist kein Zufall: In Zeiten von Klimawandel und steigenden Rohstoff- und Energiekosten lohnt sich sparsames Wirtschaften umso mehr. Neue Technologien eröffnen immer auch neue Chancen.

"Zeiten des Wandels", stellte die Jury übereinstimmend fest, "sind immer auch gute Gründerzeiten." Jungen Firmen fällt es leichter, sich von alten Ideen zu verabschieden, Prozesse neu zu denken und daraus marktfähige Produkte zu machen. Jetzt wurden vier Preisträger in Berlin mit dem Gründerpreis ausgezeichnet. Er wurde zum sechsten Mal auf Initiative von stern, den Sparkassen, Porsche und dem ZDF verliehen.

Mit Öko-Ideen auf Platz eins

So entwickelte etwa die Firma "Eoil" ein Verfahren, das es möglich macht, umweltschonendes Pflanzenöl problemlos als Kraftstoff für Dieselfahrzeuge zu nutzen. Mit dieser Idee sicherte sich die Firma in der Kategorie "StartUp" den ersten Platz.

In der Kategorie "Aufsteiger" war es ebenfalls der Umwelt-Gedanke, der die "Teutoburger Ölmühle" direkt auf Platz eins führte. Die "Teutoburger Ölmühle" produziert ein qualitativ hochwertiges Raps-Öl in einem besonders schonenden Verfahren. Der Clou des Verfahrens: Pressrückstände werden in einem zweiten Schritt für das hauseigene Blockheizkraftwerk und als Treibstoff für LKW genutzt.

Mohn für Lebenswerk ausgezeichnet

Start-up und Aufstieg - das liegt für Reinhard Mohn schon lange zurück. Der 85-Jährige wurde in der Kategorie "Lebenswerk" ausgezeichnet. Sein Start-up fand in den Nachkriegstrümmern statt. Damals legte er den Grundstein für den Aufstieg des mittlerweile weltumspannenden Medienkonzerns Bertelsmann.

Energie-Effizienz und Klimaschutz - auch in der Kategorie "Sonderpreis" waren das die Zutaten für das Erfolgsrezept. Der Sieger: Die Elekrizitätswerke Schönau. Das Unternehmen mauserte sich langsam aber äußerste erfolgreich von einer Bürgerbewegung zu einem profitablen Ökostromlieferanten.

Am 14. Juni war in Hamburg bereits der Deutsche Gründerpreis für Schüler an ein Team aus Bad Oeynhausen vergeben worden. Die Zwölftklässler starteten noch am selben Abend mit dem eigentlich nur virtuell geplanten Unternehmen "Eureso", einem Internetmarktplatz für kreative Dienstleistungen, in die Selbstständigkeit.

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