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INSOLVENZ: In Ostdeutschland besonders viele Pleiten

Während mittelständische Unternehmen meist ohne großes Aufsehen den Gang zum Insolvenzrichter antreten, haben einige Großpleiten der vergangenen Monate viel Staub aufgewirbelt. Die dramatische Zunahme der Unternehmensinsolvenzen betrifft jedoch vor allem die Kleinen.

Während mittelständische Unternehmen meist ohne großes Aufsehen den Gang zum Insolvenzrichter antreten, haben einige Großpleiten der vergangenen Monate viel Staub aufgewirbelt. Die dramatische Zunahme der Unternehmensinsolvenzen betrifft jedoch vor allem die Kleinen. Auch die Gründe, die zum Anstieg der Insolvenzzahlen geführt haben, müssen beim Mittelstand und bei den Großunternehmen nicht immer deckungsgleich sein.

Bereits im ersten Halbjahr 2002 wurden 18.400 Unternehmensinsolvenzen gemeldet - fast 2.200 mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Diese Entwicklung kam jedoch nicht aus heiterem Himmel: Angesichts der desolaten konjunkturellen Situation geht vielen Firmen über kurz oder lang die Puste aus. Und das Ende der Fahnenstange ist noch nicht in Sicht, denn die Wirtschaftslage ist nach wie vor angespannt.

Vor allem in den neuen Ländern, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen führt die Krise zu Firmenzusammenbrüchen. Das geht aus einer vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln veröffentlichten Studie hervor. Danach trifft die Konjunkturkrise vor allem Sachsen-Anhalt, wo nach den Hochrechnungen der Experten in diesem Jahr mehr als drei Prozent aller Betriebe schlapp machen werden. Allein im ersten Halbjahr meldeten hier 1.070 Betriebe Insolvenz an.

Für ganz Deutschland dürfte die Insolvenzquote in diesem Jahr nach Angaben der Wirtschaftsforscher dagegen bei 1,7 Prozent liegen. Neben Sachsen-Anhalt dürfte der Pleitegeier laut IW vor allem auch in Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Thüringen und Nordrhein-Westfalen kreisen. Im ersten Halbjahr wurde jede vierte deutsche Firmenpleite in Nordrhein-Westfalen registriert. Die Insolvenzquote hier: zwei Prozent.

Viel besser in Form präsentierten sich dagegen die süddeutschen Unternehmen. Spitzenreiter sind Baden-Württemberg und das Saarland, wo trotz Konjunkturkrise in diesem Jahr voraussichtlich nur 1,2 Prozent der Unternehmen Insolvenz beantragen müssen. Hessen, Bayern und Rheinland-Pfalz folgen dicht auf. Obwohl die aktuelle wirtschaftliche Talfahrt auch den industriell geprägten Südwesten treffe, besäßen die Firmen der Region offenbar noch Reserven aus besseren Tagen, vermuten die Kölner Konjunkturexperten.

Arbeitsplatzverluste

Allein im ersten Halbjahr 2002 hat die Pleitewelle nach Angaben von Creditrefom rund 310.000 Arbeitsplätze mit sich gerissen - 60.000 mehr als im ersten Halbjahr 2001. Damit droht für 2002 ein neuer Höchststand, der den bisherigen Rekord von 1997 noch in den Schatten stellen wird. Schon im vergangenen Jahr gingen durch Insolvenzen über eine halbe Million Stellen verloren. Fast ein Drittel der Arbeitsplatzverluste entfällt auf die neuen Länder, obwohl hier nur 18 Prozent der Beschäftigten tätig sind.

Die Gefahr durch eine Unternehmenspleite den Job zu verlieren, ist im Osten beinahe doppelt so hoch wie im Westen Deutschlands.

Die gesamte Studie »Insolvenzen: Kein Ende der Fahnenstange« (Argumente zu Unternehmensfragen Nr. 10/Oktober 2002) ist auf den Internetseiten des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) nachzulesen.

Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.
Füllhorn Rente 63 ?
Wer 2018 NEU in den Ruhestand ging a) und die „abschlagsfreie Rente 63“ mit mindestens 45 Versicherungsjahren kassierte, erhielt im Schnitt 1265 Euro monatlich, 1429 Euro (als Mann) bzw. 1096 Euro (als Frau) RENTE. b) und wer die „normale“ Altersrente kassierte, erhielt monatlich im Schnitt 950 Euro, 1080 € (als Mann) bzw. 742 Euro (als Frau) RENTE. Nach Adam Riese bedeutet das, das erst Zeiten ab dem 18. LJ für die Rentenversicherung gewertet werden, dass männliche Nicht-Akademiker über 45 Arbeitsjahre hinweg mehr als 25 Euro monatlich pro Stunde verdient haben müssten. sprich: ab 1973 ! (zu DM-Zeiten 50 DM Stundenverdienst ! ... als Nicht-Akademiker ??) Meine Erfahrung ist, dass man mit 18 zur Armee musste und das anschließende Studium frühestens im 25 LJ beenden konnte -- also in 1981 ! (25 + 45 = 70. LJ mit Altersrente ohne Abzüge). Ergebnis: erst in 2026 könnten vergleichbare Akamdemiker (nach 45 Vers.Jahren) in VOLLE Rente gehen. PS: Nach Rechnung der „Die Linke“ bräuchte man über 37 Jahre hinweg einen Stundenverdienst von mind. 14,50 Euro (29 DM), um NICHT auf die „Grundsicherung für Altersrentner“ angewiesen zu sein; also den statistischen Wert von 800 Euro mtl. Rentenbezug zu überschreiten. Wer erkennt den Zaubertrick der „abschlagsfreien Rente 63“ ? Wer kennt den Zaubertrick, in weniger Zeit, mit weniger Ausbildung, maximale Top-Renten-Ergebnisse zu erzielen ? (welches nicht einmal die gierigsten Börsenbanker und Versicherungsmakler in einer Demokratie für realisierbar hielten) ?