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Karrieretipps: Die Macht des ersten Eindrucks

"You never get a second chance, to make a first impression" - eine zweite Chance bekommen Sie nicht, um einen ersten Eindruck zu hinterlassen.

"You never get a second chance, to make a first impression" - eine zweite Chance bekommen Sie nicht, um einen ersten Eindruck zu hinterlassen. An diesem Motto eines amerikanischen Managers ist viel dran. Gerade für Ihr Bewerbungsvorhaben sollten Sie sich diesen Satz zu eigen machen. Denn mit Ihrer schriftlichen Bewerbung geben Sie eine Art Visitenkarte ab, eine erste Arbeitsprobe. Es versteht sich von selbst, dass Sie Ihr Ziel, die Einladung zu einem Vorstellungsgespräch, nur dann erreichen, wenn dieser erste schriftliche, papierene Eindruck positiv ist. Wichtig ist, dass Sie sowohl formal als auch inhaltlich überzeugen. Dazu ist es notwendig, sich im Vorfeld zu überlegen, wie Sie die Aufmerksamkeit auf Ihre Unterlagen und damit auf sich als Person lenken.

Die AIDA-Formel

Sich erfolgreich zu bewerben, heißt, optimal sein persönliches Anliegen zu präsentieren. Worauf kommt es da vor allem an? Nehmen Sie das Wort Be-Werbung ganz wörtlich: Sie machen Werbung für sich. Und wollen Aufmerksamkeit. Wie schaffen Sie das am besten? Bleiben wir bei der Werbung: In der Werbepsychologie gibt es eine Grundformel, die beschreibt, wie Wirkung erzielt werden kann. Die sollten Sie sich für alle Ihre Bewerbungsschritte zu eigen machen. Es ist die AIDA-Formel.

A steht für attention, also Aufmerksamkeit erzeugen I für interest (Interesse wecken) D für desire (Wunsch zur Einladung zum Vorstellungsgespräch auslösen) A für action (die Handlungsaktivität "Einladen" provozieren)

Stellen Sie alle Argumente, die für Sie sprechen, kurz und knapp, quasi als Appetithäppchen dar, so dass der Leser Ihrer Unterlagen unbedingt mehr über Sie erfahren, Sie persönlich kennenlernen möchte.

Vollständige Unterlagen

"Schicken Sie uns bitte Ihre vollständigen Unterlagen zu." Diesen Satz haben Sie bestimmt schon mal in einer Stellenanzeige gelesen.

Folgende Unterlagen gehören dazu: 1. Anschreiben 2. Lebenslauf 3. Foto 4. Schul- und Arbeitszeugniskopien 5. Bescheinigungen/Zertifikate (z.B. Qualifikationen, Weiterbildung) 6. gegebenenfalls Referenzen 7. selten: Handschriftenprobe, Arbeitsproben, Veröffentlichungen

Sie müssen übrigens keine Romane verfassen. "Time is money" bedeutet in diesem Zusammenhang, dass Arbeitgeber Ihnen nicht viel Zeit lassen, sich zu bewähren. Der "durchschnittliche Chef" nimmt sich eine halbe bis eine Minute Zeit, um sich eine Bewerbung anzusehen? Nur ganz selten nimmt sich mal ein Personalentscheider 5-10 Minuten für die erste Durchsicht. Bei Hunderten von Bewerbungen, die oft auf ein Stellenangebot eingehen, ist das jedoch kein Wunder. Erst im zweiten Durchgang werden die Unterlagen intensiver studiert, wenn sich die Favoriten bereits herauskristallisiert haben. 80 Prozent der Bewerbungen werden wegen Formfehlern wie verknicktes Papier, Schreibfehler, Klecksereien, mangelnde Attraktivität gleich aussortiert. Und wie unprofessionell bis schlimm viele Bewerbungsunterlagen aussehen können, ist Ihnen hier kaum zu vermitteln! Wenn die Form nicht stimmt, nützt auch ein noch so guter Inhalt nichts.

Checkliste - Worauf es bei der schriftlichen Bewerbung ankom

1. Verwenden Sie für Anschreiben und Lebenslauf nur gutes; weißes, eventuell dezent getöntes Papier. 2. Benutzen Sie einen Computer mit möglichst gutem Drucker. 3. Wichtig: gute Platzeinteilung und angemessene Ränder (ca. 4 cm links, 3 cm rechts). 4. Vermeiden Sie Flecken, Eselsohren. 5. Verwenden Sie für die Anlagen nur gute, unverknickte Fotokopien. 6. Kontrollieren Sie die Reihenfolge Ihrer Unterlagen: Nach dem oben auf der Mappe lose aufliegenden Anschreiben folgen: - eventuell ein Deckblatt - Lebenslauf mit Foto - eventuell eine 3. Seite - Zeugnisse (Kopien) - gegebenenfalls Zertifikate/Referenzen Generell gilt: Je wichtiger die Unterlage, desto weiter vorn abheften. 7. Als Mappe eignen sich Thermoschnell- bzw. Spiralbindungssysteme mit Overheadfolie und Kartondeckel. 8. Benutzen Sie zum Versand einen ausreichend frankierten DIN A4-Umschlag mit verstärktem Rücken.

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