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Job für Naschkatzen: Nutella-Hersteller Ferrero sucht 60 Testesser per Stellenanzeige

Nutella-Fans aufgepasst: Süßwarenhersteller Ferrero sucht 60 Geschmackstester für seine Produkte. Der Job erfordert keine Vorkenntnisse oder Qualifikationen - trotzdem gibt es einen Haken.

Nutella-Brot

Wer will Nutella-Hersteller Ferrero mal die Meinung aufs Brot schmieren?

Getty Images

Die Schokocreme ist ihren Fans heilig wie sonst nur wenig im Leben. Als Hersteller Ferrero im vergangenen Jahr die Rezeptur änderte, gab es teils empörte Reaktionen. Nun bekommen Leckermäuler die Gelegenheit, dem italienischen Süßwarenhersteller ganz offiziell die geschmackliche Meinung zu geigen - und sich dafür von Ferrero auch noch bezahlen zu lassen. 

Per italienischer Stellenanzeige sucht der Nutella-Hersteller 60 Geschmackstester für konzerneigene Produkte. Das Wort "Nutella" fällt in der Job-Annonce zwar nicht, die Rede ist aber von der Verkostung von Erzeugnissen aus "Kakao, Haselnüssen und anderen halbfertigen Süßwaren". Wäre ja gelacht, wenn sich der Konzern von den Testern nicht auch die geschmackliche Meinung zu seinem Vorzeigeprodukt einholen würde.

Dreimonatiger Crashkurs für Gaumen und Nase

Spezielle Vorkenntnisse oder Qualifikationen sind für den Job nicht erforderlich. Gesucht sind Laien, die sich ab September in einem dreimonatigen Crash-Kurs zu Geschmackstestern ausbilden lassen. Sie sollen lernen, genau zu riechen, zu schmecken und das Ganze auch noch in Worten auszudrücken, mit denen die Produktentwicklung etwas anfangen kann. Vielleicht stößt die nächste Nutella-Rezepturänderung dann ja auf weniger Unmut. Die Fortbildung für Gaumen und Nase wird bereits bezahlt, danach will geeignete Kandidaten mit einem langfristigen Vertrag als Vorkoster ausstatten.

Einen Haken hat die Sache aber für interessierte Feinschmecker: Einsatzort ist der Firmensitz im 30.000-Einwohner-Städtchen  Alba in der norditalienischen Region Piemont. Da der Naschjob nur auf zwei Tage à zwei Stunden pro Woche ausgelegt ist, lohnt sich ein Umzug wohl kaum. Zur Bezahlung steht in der Anzeige nichts, aber dass der kulinarische Nebenjob ausreicht, um den Lebensunterhalt zu bestreiten, sollte man wohl eher nicht erwarten. 

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bak