Öffentlicher Dienst Warnstreiks haben begonnen

Verdi macht ernst: Im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes haben am frühen Morgen die ersten Warnstreiks begonnen. Im Saarland, in Nordrhein-Westfalen und in Bayern legten die ersten Beschäftigten der Frühschicht ihre Arbeit nieder.

Der Startschuss fiel im saarländischen Völklingen. Dort legten mit Beginn der Frühschicht um 03.30 Uhr die ersten Beschäftigten bei den Verkehrsbetrieben ihre Arbeit nieder. Im kleinsten Flächenland der Republik hat die Gewerkschaft Verdi rund 1500 Angestellte von Kindergärten, Müllabfuhr oder der Stadt Saarbrücken zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen.

In Bayern traten ab 06.00 Uhr die ersten Angestellten in zahlreichen Krankenhäusern in den Ausstand. Nach Angaben eines Verdi-Sprechers sollen sich im Laufe des Tages rund 3000 Beschäftigte in mehr als 30 bayerischen Krankenhäusern an den Warnstreiks beteiligen. Der Schwerpunkt der Arbeitsniederlegungen werde im Süden Bayerns liegen. Allein in München sollen alle städtischen Kliniken bestreikt werden.

In Nordrhein-Westfalen begannen die Warnstreiks in der Landesklinik in Langenfeld im Kreis Mettmann. Hier streikten Angestellte aus den Bereichen Küche und Reinigung. Im Laufe des Tages wollen sich gut 4000 Beschäftigte aus mehr als 50 Kliniken und Altenpflegeeinrichtungen an den Arbeitsniederlegungen beteiligen.

Mit den Warnstreiks wollen die Gewerkschaften den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. Die Arbeitsniederlegungen sollen auch in den nächsten Tagen weitergehen. Am 25. Februar kommen die Tarifpartner wieder zu Verhandlungen zusammen. Bei den bisherigen drei Runden gab es keine Annäherung. Die Gewerkschaften verlangen für die 1,3 Millionen Tarifangestellten acht Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 200 Euro. Die Arbeitgeber haben bislang für zwei Jahre und verteilt auf drei Schritte fünf Prozent bei gleichzeitiger Verlängerung der Arbeitszeit angeboten.

DPA DPA

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