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RECHT: Lügen erlaubt

»Sind Sie schwanger?« - Wenn diese Frage im Vorstellungsgespräch fällt, dürfen Frauen ungeniert lügen, selbst wenn die angestrebte Tätigkeit für die Gesundheit von Mutter und Kind eine Gefahr darstellt.

Auf die Frage nach einer bestehenden Schwangerschaft dürfen schwangere Frauen beim Einstellungsgespräch lügen. Darauf hat Bayerns Sozialministerin Christa Stewens (CSU) hingewiesen.

Nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs hat eine Schwangere demnach auch dann ein »Recht zur Lüge«, wenn die angestrebte Tätigkeit für die Gesundheit von Mutter und Kind eine Gefahr darstellt. Die Frage nach einer Schwangerschaft sei unzulässig und eine Diskriminierung von Frauen wegen ihres Geschlechts.

Daher müsse der Frau das Recht zu lügen eingeräumt werden, um gleiche Chancen auf einen Arbeitsplatz zu haben wie die männlichen Bewerber. Wenn der Arbeitgeber von der Schwangerschaft später erfahre, könne der Vertrag nicht aufgehoben werden, betonte Stewens.

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