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Schulleiter: Trotz Suspendierung sieben Jahre Gehalt

Sieben Jahre lang hat ein suspendierter Schulleiter aus Celle wegen eines Rechtsstreit bei voller Bezahlung "Ferien" gemacht. Im Dezember muss er seinen Dienst nun als Oberstudienrat wieder antreten.

Sieben Jahre lang hat ein suspendierter Schulleiter aus Celle in Niedersachsen wegen eines Rechtsstreit bei voller Bezahlung "Ferien" gemacht. Im Dezember muss er seinen Dienst nun als Oberstudienrat wieder antreten, um zwei Gehaltsklassen herabgestuft. "Das Verfahren war unglaublich umfangreich und brauchte einfach seine Zeit", sagte eine Sprecherin der Bezirksregierung Lüneburg am Donnerstag und bestätigte einen Bericht der "Celleschen Zeitung".

Der als streitbar geltende Schulleiter einer Berufsbildenden Schule hatte sich 1995 einer Sparauflage der Landesregierung widersetzt. Gegen eine Anordnung teilte er seine Klassen wegen Überfüllung. Auf Weisung der Bezirksregierung Lüneburg hob er diese Teilungen zwar wieder auf, es folgte aber ein Streit mit der vorgesetzten Behörde.

Im Dezember 1995 wurde nach Angaben des Landesgeschäftsführers des Bundes der Steuerzahler (BdSt), Bernhard Zentgraf, ein förmliches Disziplinarverfahren eingeleitet. Es endete im April 1996 mit der Suspendierung des Mannes vom Dienst. Vor der Disziplinarkammer des Landgerichts Lüneburg begann ein sieben Jahre währender Rechtsstreit. "Der Streit kostete die Steuerzahler Millionen", kritisierte der BdSt.