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STUDIE: Zufriedene Mitarbeiter als Erfolgsrezept

Eine europaweite Studie belegt nun, was schon zu ahnen war: Zufriedene Mitarbeiter steigern den Gewinn von ihren Firmen, während frustrierte Arbeitnehmer ihn schmälern.

Was schon jeder ahnte, ist nun wissenschaftlich untermauert worden: Firmen mit zufriedenen Mitarbeitern haben mehr Erfolg als Betriebe, deren Mitarbeiter mit ihrem Job hadern. Zu diesem Ergebnis kam eine europaweite Studie von International Survey Research (ISR), die soeben in London präsentiert wurde.

Befragung von 360.000 Mitarbeitern

Im Laufe der letzten drei Jahre hat ISR etwa 360.000 Mitarbeiter von 40 der größten europäischen Firmen interviewt. Das Resultat legt nahe, dass es für Arbeitgeber erstrebenswert sein sollte, nicht nur auf Gewinnmaximierung, Kundenzufriedenheit und auf Qualität der Produkte zu achten, sondern auch auf das Betriebsklima.

Einfluss des Betriebsklimas

Der Einfluss des Betriebsklimas ist laut Studie messbar und lässt sich in Zahlen belegen. Demnach konnten Firmen, die sehr zufriedene und engagierte Mitarbeiter haben, in den letzten drei Jahren ihren Gewinn um zwei Prozent steigern. Im Kontrast dazu mussten Unternehmen, zu denen eher frustrierte Angestellte gehören, Gewinneinbußen von 1,5 Prozent vermerken.

Leistungsbereitschaft entsteht, wenn...

Eine überdurchschnittliche Leistungsbereitschaft entsteht übrigens dann, wenn eine Unternehmensführung es vermag, gleichzeitig klare Ziele vorzugeben und umfassend zu kommunizieren. Wichtig ist es ebenfalls, das Potenzial der Mitarbeiter zu fördern und ihnen einen gewissen Spielraum für Entscheidungen zuzubilligen.

Deutsche Betriebe schneiden gut ab

Da ISR in ganz Europa Firmenangehörige befragte, lässt sich auch die Zufriedenheit in den einzelnen Nationen bemessen und vergleichen. In diesem Vergleich schneiden deutsche Betriebe überdurchschnittlich gut ab. 74 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland fühlen sich in ihrem Unternehmen wohl, während durchschnittlich 70 Prozent der europäischen Arbeitnehmer mit ihrer Arbeitsstätte zufrieden sind.

Kirsten Einemann

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