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Testmärkte in Süddeutschland Ehemalige Schlecker-Läden sollen im Frühjahr als Dayli öffnen


Der bald eröffnende Drogeriemarkt Dayli soll nicht nur Drogerieartikel anbieten, sondern auch Lebensmittel und Dienstleistungen. Der Investor will demnächst erste Testmärkte in Süddeutschland starten.

Der Investor Rudolf Haberleitner aus Österreich will im Frühjahr die ersten von bis zu 600 ehemaligen #Link;http://www.stern.de/wirtschaft/schlecker-90423564t.html;Schlecker#-Filialen in Deutschland unter dem Namen Dayli eröffnen. Bereits in den kommenden vier Wochen sollten erste Testmärkte in Süddeutschland starten, sagte Haberleitner der "Wirtschaftswoche". "Wir haben uns bereits mehr als 400 Standorte gesichert und Vorverträge mit den Vermietern abgeschlossen", sagte der Investor weiter. Weitere Mietverträge sollten folgen.

Haberleitner sagte, er verhandle auch mit der Insolvenzverwaltung von Schlecker über den Kauf der Schlecker-Logistikzentrale im baden-württembergischen Ehingen. Alternativ sei auch die Übernahme regionaler Logistikstandorte möglich.

Copyshop, Reinigung, Stehcafé, Leihwagen und Reisen

Haberleitners Restrukturierungsgesellschaft Tap 09 hatte Ende Juli die Österreich-Tochter von Schlecker mit insgesamt 1350 Filialen in Österreich sowie Italien, Polen, Belgien und Luxemburg vom Schlecker-Insolvenzverwalter übernommen. Diese Geschäfte tragen jetzt den Namen Dayli und verkaufen neben Drogerieartikeln auch Lebensmittel wie frische Brötchen. Laut "Wirtschaftswoche" sollen die Läden auch verschiedene Dienstleistungen anbieten - sie sollen Copyshop, Reinigung, Stehcafé, Autoverleiher und Reiseanbieter sein.

Die Drogeriemarkt-Kette Schlecker hatte im Januar 2012 Insolvenz angemeldet. Seit Ende Juni sind sämtliche Läden geschlossen. Gut zwei Monate später machten auch die Läden der zum Unternehmen gehörenden Ketten Schlecker XL und Ihr Platz dicht. Rund 25.000 Beschäftigte verloren ihren Arbeitsplatz. Das Familienunternehmen aus dem schwäbischen Ehingen hatte Schulden über eine Milliarde Euro angehäuft.

ger/AFP AFP

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