Traumjob ade! "Mindere" Jobs sind zumutbar


Die überwiegende Mehrheit der deutschen Beschäftigten ist bei der Berufswahl kompromissbereit: Fast 85 Prozent der Arbeitnehmer halten "mindere" Jobs für zumutbar.

Während in der Politik noch über die geplante Verschärfung der Zumutbarkeitsregeln für Arbeitslose debattiert wird, haben sich die deutschen Berufstätigen ihr Urteil längst gebildet: Fast 85 Prozent (genau: 84,7 Prozent) der Beschäftigten in Deutschland sind bei der Berufs- beziehungsweise Arbeitsplatzwahl zu Kompromissen bereit, wenn es darum geht, drohende Arbeitslosigkeit zu vermeiden. Dieses Ergebnis hat eine Online-Befragung von 3.806 Teilnehmern ergeben, die der Internet-Stellenmarkt "Monster" in Zusammenarbeit mit dem Magazin "Junge Karriere" durchgeführt hat.

Wer bereit wäre, auch einen schlechter oder weniger qualifizierten Job anzunehmen, begründet diese Haltung den Umfrageresultaten zufolge entweder mit der Gewissheit, den damit verbundenen Karriereknick zügig wieder wettmachen zu können (13,9 Prozent), oder mit der einfachen Devise: "Besser ein schlechter Job als gar keiner!" (26,0 Prozent). Eine kleine Einschränkung ihrer Kompromissbereitschaft ("Sofern mir der 'mindere' Job Spaß macht...") formulierten 44,8 Prozent der befragten Beschäftigten. Von den 15,3 Prozent der Umfrageteilnehmer, die sich mit dem Gedanken an eine "Second-Best-Stelle" nicht anfreunden können, begründeten acht Prozent ihre Ablehnung mit der Angst, aus dem Karrieretief möglicherweise nicht wieder herauszukommen; 7,3 Prozent brachten eine selbstbewusstere Haltung zum Ausdruck, indem sie zu Protokoll gaben, ihre wertvolle Ausbildung nicht "verschleudern" zu wollen.

"Gerade in der heutigen Zeit wird von Arbeitnehmern persönliche Flexibilität und notfalls auch Mut zum Risiko erwartet", betont Kai Deininger, Geschäftsführer von Monster Deutschland: "Ängstlichkeit oder falsch verstandener, weil dünkelhafter Ehrgeiz ist fehl am Platz - es ist erfreulich, dass ein so großer Teil der deutschen Beschäftigten offensichtlich die Zeichen der Zeit erkannt hat!"

"Würden Sie auch einen schlechter oder weniger qualifizierten Job annehmen?"

AntwortStimmenzahlProzentanteil
"Vielleicht; kommt auf den Job an – wenn er Spaß macht..."1.70544,80%
"Ja, besser einen schlechten als gar keinen Job!"99026,00%
"Ja, den Karriereknick mache ich schnell wieder wett."52913,90%
"Nein, den Karriereknick hole ich doch nie wieder auf!"3048,00%
"Nein, ich verschleudere doch nicht meine wertvolle Ausbildung!"278

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