Kriminalität Credit Suisse in großen Geldwäschefall verwickelt

Die Zürcher Justiz ermittelt in einem internationalen Fall von Geldwäsche gegen die japanische Mafia. In diesem Zusammenhang wurden schon im Dezember knapp 40 Milliarden Euro von Konten der Credit Suisse beschlagnahmt.

Die Schweizer Bank Credit Suisse ist nach Angaben aus Justizkreisen in einen großen internationalen Fall von Geldwäsche der japanischen Mafia verwickelt. Die Zürcher Justiz, die im vergangenen Dezember 61 Millionen Franken (rund 40 Millionen Euro) beschlagnahmt hatte, schloss am Freitag ein Rechtshilfegesuch aus Japan ab. Bezirksanwalt Ivo Hoppler erklärte dazu, es seien nunmehr Beweismaterial und Dokumente nach Japan verschickt worden.

Bank kooperiert mit Behörden

Die Credit Suisse (CS) bestätigte japanische Medienberichte, wonach sie vom Fall betroffen ist. Die Großbank habe von Anfang an mit den Behörden kooperiert, sagte CS-Sprecher Martin Somogyi auf Anfrage. Zu Details nahm er nicht Stellung, weil es sich um ein laufendes Verfahren handele. Hoppler machte zu den involvierten Banken und Personen keine Angaben. Er verwies aber darauf, dass die Zusammenarbeit mit den betroffenen Finanzinstituten sehr gut und professionell verlaufen sei.

Die Zürcher Justiz ermittelt bereits seit vergangenen Dezember wegen Verdachts auf Geldwäsche gegen den Japaner Susumu Kajiyama. Damals wurden zwei Zürcher Konten Kajiyamas gesperrt und insgesamt 61 Millionen Franken beschlagnahmt. Das Geld soll von Japan über Hongkong in die Schweiz gebracht worden sein. Kajiyama gilt in Japan als führender Kopf der Yamaguchi-Gumi-Bande und soll mit illegalen Kreditgeschäften jährliche Profite von gut 900 Millionen Dollar einstreichen.

Kajiyama erneut verhaftet

Gemäß japanischen Berichten wurde Kajiyama am Donnerstag in Tokio im Rahmen einer breit angelegten Polizeiaktion gegen die Yamaguchi-Gumi-Gruppe erneut verhaftet. Die taiwanische Polizei nahm zudem Takashi Yamane fest, der verdächtigt wird, 42 Millionen Dollar aus Wuchergeschäften gewaschen zu haben. (AP)

DPA

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