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Luftverkehr: Airlines wollen gegen Schadenersatzpflicht klagen

Die EU hat entschieden: Ab 2005 sollen Passagiere bei Überbuchung oder Verspätung ihrer Flüge Schadenersatz erhalten. Der internationaler Dachverband der Fluggesellschaften will dagegen nun klagen.

Der Dachverband der internationalen Fluggesellschaften (IATA) will gegen die EU-Entscheidung klagen, Passagieren künftig bei Überbuchung oder Verspätung Schadenersatz gewähren zu müssen. Eine Verordnung, die keine Klausel auf Haftungsausschuss bei höherer Gewalt beinhalte, sei rechtswidrig, sagte der Generalsekretär der Association of European Airlines (AEA), Ulrich Schulte-Strathaus der 'Welt'.

Bislang hatten die Verbände eine Klage gegen die EU-Entscheidung nur erwogen. Die AEA habe mit anderen Organisationen gesprochen, und die IATA werde rechtlich gegen die geplante Richtlinie vorgehen, hieß es.

Neue Regelung soll ab 2005 in Kraft treten

Nach der neuen Regelung, die 2005 in Kraft treten soll, sollen Passagiere bei Langstreckenflügen 600 Euro Entschädigung erhalten, wenn sie ihre Reise auf Grund von Überbuchungen nicht antreten können. Bei Flügen zwischen 1.500 und 3.500 Kilometern fallen 400 Euro an und bei Flügen von weniger als 1.500 Kilometern noch 250 Euro.

Bei Verspätungen von mindestens fünf Stunden kann der Fluggast sein Geld zurückverlangen. Bei Anschlussflügen muss der Passagier kostenlos zum Ausgangspunkt der Reise zurückgebracht werden. Bei Verspätungen von mindestens zwei Stunden hat ein Passagier das Recht auf einen kostenlosen Telefonanruf und eine Mahlzeit.

AP / AP