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Medien: Wieder Spekulationen um Viva TV

Knapp zwei Jahre nach dem Poker um den Medienkonzern Viva Media gibt es erneut Spekulationen über den Verkauf von Anteilen. Diesmal soll ProSiebenSat1.-Mehrheitseigner Haim Saban und der Medienkonzern Viacom Interesse zeigen.

Knapp zwei Jahre nach dem Poker um den Medienkonzern Viva Media gibt es erneut Spekulationen über den Verkauf von Anteilen. Nach einem Bericht der Zeitung "Financial Times Deutschland" (FTD) soll es Gespräche zwischen dem US-Medienkonzern Viacom (gehört schon MTV) sowie dem ProSiebenSat1.-Mehrheitseigner Haim Saban und Viva-Aktionären geben. Darunter sind laut FTD die Anteilseigner Time Warner sowie Vivendi Universal. "Wir beteiligen uns nicht an Spekulationen", sagte ein Viva-Sprecher am Mittwoch in Köln.

Viacom wollte schon einmal mit ins Boot

In München sagte ein Sprecher des US-Unternehmers Saban, Gerüchte würden grundsätzlich nicht kommentiert. Bereits vor rund zwei Jahren hatten die US-Medienkonzerne Time Warner und Viacom um Anteile an dem Kölner Unternehmen gerungen. Damals hatte der Viacom-Konzern das Nachsehen, zu dem auch Viva-Konkurrent MTV gehört.

Time Warner halte derzeit 30,6 Prozent der Anteile an dem Kölner Unternehmen, mittels eines Stimmrechtsvertrags aber 46,1 Prozent der Stimmrechte, so der Viva-Sprecher. Vivendi Universal hält einen Anteil von 15,3 Prozent. Der Viva-Konzern, zu dem die beiden TV-Sender sowie die Fernsehproduktionsfirma Brainpool gehören, erzielte in 2002 einen Umsatz von 113 Millionen Euro. Das Unternehmen mit rund 530 Beschäftigten erwirtschaftete 2002 ein Ergebnis vor Steuern von 12,6 Millionen Euro.

DPA