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Verbraucher: Halogenlampe, Kfz-Steuer und Ikea: Das ändert sich im September 2018

Verbraucher müssen sich auf Änderungen bei Neuzulassungen von Autos einstellen, Ikea verändert sein Rückgaberecht und die EU zieht der Halogenlampe den Stecker: Diese Änderungen werden ab September 2018 wirksam.

Änderungen im September 2018

Änderungen im September 2018: Das kommt auf Verbraucher zu

Getty Images

Im September 2018 kommen wieder einige Änderungen auf Verbraucher zu. So wird die Neuzulassung von Autos neu geregelt. Das versetzt Händler in Aufruhr und könnte dazu führen, dass bald eine wahre Flut an jungen Gebrauchtwagen auf den Markt schwemmt. Aber auch die Beleuchtung der Wohnungen wird sich verändern - dann die EU hat mal wieder eine Novellierung auf dem Lampenmarkt in petto. Alle Änderungen in unserer Übersicht:

1. Ikea ändert die Rückgaberegeln

 

Der schwedische Möbelriese Ikea ändert die Rückgaberechte. Künftig können Kunden die gekaufte Ware nur noch dann zurückgeben, wenn sie neu und unbenutzt ist. "Durch die Einschränkung des Rückgaberechts auf unbenutzte Produkte wollen wir auch sicherstellen, dass Kunden Möbel und Einrichtungsgegenstände nicht nach kurzem Gebrauch entsorgen, sondern den Wert des Produkts schätzen im Sinne des Ressourceneinsatzes, der dafür nötig war“, sagte Ikea-Deutschland-Chef Dennis Balslev zu "Welt". Bis zum Herbst 2016 galt bei Ikea ein lebenslanges Rückgaberecht. Das hatte der Konzern vor zwei Jahren abgeschafft. Nun gilt eine Frist von 365 Tagen.

2. Neue Abgastest lassen die Kfz-Steuer steigen

Wer ab September einen Neuwagen kauft, muss sich auf höhere Abgaben einstellen. Denn durch den anspruchsvolleren Abgastest WLTP steigen die offiziellen Emissionswerte. Diese bilden die Grundlage für die Berechnung der Kfz-Steuer

Wie der ADAC errechnet hat, könnte die Steuer bei Auto um bis zu 70 Prozent gegenüber gleichen, aber vorher zugelassenen Autos steigen. Im Schnitt geht es um einen zweistelligen Betrag pro Jahr. Weil einige Autobauer mit der Zertifizierung ihrer Autos nicht hinterherkommen, könnte der Markt in den kommenden Wochen mit jungen Gebrauchtwagen geflutet werden. Die Autohersteller und Händler lassen noch schnell ihre Wagen aus Lagerbeständen zu und werden sie dann vergünstigt auf den Markt bringen. Für Autokäufer entsteht durch die fehlende Zertifizierung kein Nachteil.

3. Das Ende der Halogenlampe in der EU

Die EU hat schon der Glühlampe das Ende beschert, nun muss die Halogenleuchte dran glauben. Um weniger Energie zu verschleudern, ist das Inverkehrbringen der energiefressenden Halogenlampen ab dem 1. September 2018 verboten. Konkret betrifft die Regelung runde und kerzenförmige Leuchten der Energieklasse D - sie werden künftig im Handel von Energiesparlampen und LEDs ersetzt. Allerdings dürfen Restbestände noch verkauft werden. Ausnahmen wird es etwa für platte Spotlampen, wie sie bei Deckenstrahlern genutzt werden, und für Halogenlampen in Schreibtischlampen oder Flutlichtern geben.

4. Sparkasse ändert Reihenfolge an Geldautomaten

Um das Geldabheben an Automaten sicherer zu machen, ändern die Sparkassen in Deutschland die Reihenfolge. Durch eine neue Software müssen Kunden künftig erst den Betrag und danach die PIN eingeben. So soll Betrügern das Handwerk gelegt werden. Bis Mitte September soll die Umstellung an allen Geldautomaten erfolgt sein. Andere Banken wie die Postbank oder die Commerzbank arbeiten schon seit Jahren mit diesem Verfahren. 

kg mit Agentur
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.