HOME

Aktienkauf: Warum Porsche bei VW einsteigt

Porsche hat gute Gründe, sich stärker an VW zu beteiligen. Einer davon heißt Ferdinand Piech: Der Porsche-Enkel und Ex-VW-Chef will seine Macht absichern. Noch wichtiger aber ist für Porsche die technische Kooperation. Die Stuttgarter brauchen die VW-Entwicklungsabteilung.

Von Oliver Wihofszki

Porsche-Chef Wendelin Wiedeking begründet den Einstieg und den Machtanspruch seines Konzerns bei Volkswagen vor allem mit dessen industrieller Logik. Tatsächlich ist Porsche als vergleichsweise kleiner Autohersteller auf Partner in Produktion und Entwicklung angewiesen.

Auf sich allein gestellt könnte die Stuttgarter Sportwagenfirma die hohen Fixkosten nur schwer stemmen. Sie müsste zudem ein hohes Risiko auf sich nehmen. Und diese Fixkosten für Fabriken oder die Entwicklung neuer Baureihen steigen im härter werdenden Konkurrenzkampf der Autohersteller. Porsches Erfolgsgeheimnis ist eine in der Autoindustrie vergleichsweise geringe Fertigungstiefe. Die Wertschöpfung liegt laut Konzernchef Wiedeking bei den Porsche-Sportwagenmodellen bei 20 Prozent, beim Geländewagen Cayenne sogar bei nur zehn Prozent. Üblich seien in der europäischen Autoindustrie sonst 30 Prozent.

Gemeinsame Plattformen

Traditionell ist Volkswagen der wichtigste Porsche-Partner. Die beiden Firmen haben gemeinsam eine Plattform für die Geländewagen Porsche Cayenne beziehungsweise VW Touareg entwickelt. Zudem arbeiten die Konzerne zusammen, um in zwei bis drei Jahren einen umweltfreundlichen Hybridmotor auf den Markt zu bringen. Für das 2009 auf den Markt kommende Porsche-Sportcoupé Panamera soll in einem VW-Werk die Rohkarosserie gefertigt werden. Weitere Projekte gibt es in der Sicherheitstechnik, bei der Fahrzeugelektronik und beim Thema Spritverbrauch.

Diese langfristigen Projekte machen Porsche in gewisser Weise auch vom großen Volkswagen-Konzern abhängig. Diese Zusammenarbeit könnte gefährdet werden, wenn bei VW der Eigentümer wechselt, so die Sorge in Stuttgart. Daher sah sich Wiedeking veranlasst, mit Porsche bei VW einzusteigen. So will der Manager den wichtigsten Verbündeten vor der Filetierung durch Finanzinvestoren schützen. "Eine Zerschlagung dürfen wir nicht zulassen. Deshalb haben wir gehandelt", sagte Wiedeking am Sonntag.

Die CO2-Flotten-Strategie

Neben den strategisch-industriellen Gründen stehen hinter dem Einstieg aber vor allem die Vision und der Machtanspruch von Porsche-Miteigentümer Ferdinand Piech. Piech ist Enkel des Porsche-Gründers und schaffte es bis auf den Chefsessel von Volkswagen. Jetzt ist er Chef des VW-Aufsichtsrats. Der Milliardär und Firmenpatriarch gilt bei Porsche und VW neben Wiedeking als Drahtzieher des VW-Engagements von Porsche.

In den vergangenen Monaten hat sich zudem gezeigt, dass das VW-Investment für Porsche das Problem der CO2-Schadstoffbelastung lösen könnte. Porsches hochmotorisierte Sportwagen liefern mit die höchsten CO2-Belastungen der weltweiten Autobranche. Sollte es irgendwann eine gesetzliche Regelung geben, wonach jeder Autokonzern einen bestimmten CO2-Grenzwert erfüllen muss, bekäme Porsche existenzbedrohende Schwierigkeiten. Wenn der Konzern die hohen Werte seiner Sportwagen aber mit den schadstoffarmen Kleinwagen von VW verrechnen könnte, wäre dieses Problem gelöst.

Schon bislang ein guter Deal

Porsches Einstieg bei Volkswagen erweist sich bislang auch als lukratives Geschäft. So stammen nach Analystenschätzungen mehr als 1,1 Milliarden Euro des Porsche-Vorsteuergewinns des vergangenen Geschäftsjahres von 1,59 Milliarden Euro aus Effekten des Volkswagen-Engagements. Dafür sind zum einen Kurssicherungsgeschäfte verantwortlich, zum anderen der Kurssprung der Volkswagen-Aktien.

FTD
Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.