HOME

Aktienmärkte: Angst vor Rezession belastet Börsen

Die Vorgaben aus Übersee waren denkbar schlecht. Nachdem der Dow Jones auf den schlechtesten Stand seit fünf Jahren abgesackt war, folgten ihm am Donnerstag die Aktienindizes an den asiatischen und europäischen Börsen nach unten. Die Furcht vor einer anhaltenden Rezession bedrückt die Börsianer.

Nach den hohen Verlusten an der Wall Street gingen am Donnerstag auch die Aktienmärkte in Japan, Hongkong, Taiwan und China auf Talfahrt. Die asiatische Leitbörse in Tokio brach ein. Auch der deutsche Aktienmarkt leidet unter den schlechten Vorgaben aus Übersee.

Der Dax fiel im frühen Handel um 3,27 Prozent auf 4211 Zähler. Der MDax mittelgroßer Werte büßte 3,78 Prozent auf 4740 Zähler ein. Der Technologieindex TecDax verlor sogar 4,83 Prozent auf 435 Punkte.

Aktien von Unternehmen aus allen Branchen erlitten angesichts der Unsicherheit über die Schwere des weltweiten Abschwungs Verluste. So fielen die Aktien des Handelskonzerns Metro trotz Aussagen von Unternehmenschef Eckhard Cordes, dass er mit einem normalen Weihnachtsgeschäft rechne, um 4,39 Prozent auf 20,06 Euro. Papiere des Windkraftanlagen-Herstellers Nordex litten unter einem vorsichtigen Ausblick des Unternehmens auf das kommende Jahr. Kunden könnten Projekte wegen Finanzierungsschwierigkeiten verschieben, warnte Nordex. Die Titel brachen um 10,93 Prozent auf 8,23 Euro ein.

Der japanische Nikkei-Index für 225 führende Werte fiel um 570,18 Punkte oder um 6,89 Prozent Prozent auf 7703,04 Punkte. Händler sprachen davon, dass die Sorgen über die Auswirkungen des Konjunkturabschwungs auf Japans vom Export abhängige Wirtschaft für den größten Tagesverlust seit einem Monat verantwortlich waren.

Der Hang Seng Index in Hongkong fiel um 4,04 Prozent auf 12298 Punkte, während in Taiwan der TAIEX um 4,53 Prozent auf 4089 Punkte nachgab. Die chinesischen Börsen schlossen ebenfalls niedriger. Der Shanghai Composite Index fiel um 1,67 Prozent auf 1983 Punkte. Der Index in Shenzhen schloss um 0,25 Prozent niedriger bei 6696 Punkten.

Die sinkenden Ölpreise drückten Aktienkurse chinesischer Energieunternehmen wie China Shenhua Energy oder PetroChina. Die Kursverluste in China waren aber insgesamt nicht so groß, weil Aktien von Textilunternehmen zulegen konnten, nachdem die Regierung Steuerrabatte für Exporteure angekündigt hatte. Hoffnungen auf eine baldige Einführung der dritten Mobilfunkgeneration in China beflügelten auch Aktien von Telekommunikationsfirmen.

DPA / DPA