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AKW Krümmel: Vattenfall dementiert Ausstiegsgerüchte

Der Energiekonzern Vattenfall hat einen Medienbericht dementiert, demzufolge das Unternehmen seine Beteiligung an den Atomkraftwerken Krümmel und Brunsbüttel komplett an E.ON abgeben will. Vattenfalls Mutterkonzern in Schweden macht sich indes Sorgen um sein Image.

Ein Ausstieg aus dem Atomkraftwerk Krümmel steht für den Energiekonzern Vattenfall nach eigenen Angaben nicht zur Debatte. Konzernsprecher Johannes Altmeppen sagte zu einem entsprechenden "Spiegel"-Bericht, man sei wegen der gemeinsam betriebenen Atommeiler in Brunsbüttel und Krümmel ständig im Gespräch mit E.ON. "Eine Übertragung unserer Kernkraftwerks-Anteile steht nicht auf der Tagesordnung." Das Magazin hatte berichtet, Vattenfall und E.ON führten erste Verhandlungen über eine Übertragung der Krümmel-Lizenz auf den Mitbetreiber E.ON.

Ein E.ON-Sprecher wollte zum "Spiegel"-Bericht keine Stellung nehmen. E.ON sei an einer "ganzen Reihe" von Kernkraftwerken in Deutschland beteiligt. Die Pannen in Krümmel schaden nach Einschätzung des Düsseldorfer Konzerns dem Image der Kernkraft. "Die Vorfälle der letzten Wochen sind für die Kernkraft und die aktuelle Diskussion alles andere als dienlich", sagte Unternehmenssprecher Jens Schreiber auf Anfrage in Düsseldorf.

Der schwedische Mutterkonzern des Betreibers der Atomkraftwerke Krümmel und Brunsbüttel sieht eine "kritische Situation für das Vertrauen in Vattenfall Deutschland". Das sagte ein Sprecher des Vattenfall-Chefs Lars Josefson dem Berliner "Tagesspiegel am Sonntag". Die Konzernspitze verfolge die Vorgänge in Deutschland sehr genau.

DPA/AP / AP / DPA