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"Die Art von Kunde, die ich gerne verliere": Amazon-Kunden beschweren sich über "Black Lives Matter" – so antwortet Jeff Bezos

Wegen seiner Solidarität mit den "Black Lives Matter"-Protesten bekommt Amazon-Chef Jeff Bezos unappetitliche Mails von Kunden. Und antwortet mit klaren Worten.

Jeff Bezos verlässt nach einer Pressekonferenz die Bühne

Jeff Bezos unterstützt die "Black Lives Matter"-Proteste

DPA

Der gewaltsame Tod von George Floyd erschüttert weiter die USA. Während Präsident Donald Trump den Hardliner gibt, solidarisieren sich viele öffentliche Personen und Unternehmen mit den "Black Lives Matter"-Protesten. Auch Onlineriese Amazon hat sich klar gegen Rassismus und Polizeigewalt gegen Schwarze positioniert. Mehrere Tage lang empfing die Nutzer der US-Seite des Onlineshops ein schwarzes Banner mit dem Slogan "Black Lives Matter".

Diese Solidaritätsaktion kommt allerdings längst nicht bei allen Kunden gut an, wie Amazon-Boss Jeff Bezos verrät. Er habe "eine Reihe von kranken, aber nicht überraschenden Antworten" bekommen, schreibt Bezos auf Instagram. Dazu veröffentlichte er eine direkt an ihn gerichtete Hassbotschaft von einem Kunden namens Dave. Dieser schreibt, dass er wegen Bezos' Unterstützung der "Black Lives Matter"-Proteste eine Bestellung storniert habe und auch sicher nicht der einzige sei, der dies tue. Garniert ist die Mail mit üblen Beleidigungen und rassistischen Aussagen.

"Du bist die Art von Kunde, die ich gerne verliere"

Es sei wichtig, diese Art von Hass sichtbar zu machen, schreibt Bezos dazu. Dies sei nur ein Beispiel des Problems. "Und, Dave, du bist die Art von Kunde, die ich gerne verliere." 

Zuvor hatte Bezos bereits eine Mail einer Kundin veröffentlicht, die sich ebenfalls am "Black Lives Matter"-Banner auf der Amazon-Seite gestört hatte – und auch sein Antwortschreiben dazu gestellt. Der Slogan sei Ausdruck von Protest gegen Rassismus und die Diskriminierung Schwarzer durch das amerikanische Polizei- und Justizsystem. "Ich habe einen 20 Jahre alten Sohn und ich sorge mich nicht darum, dass er eines Tages bei einer Festnahme zu Tode gewürgt wird", erklärt der Amazon-Chef. Schwarze Eltern könnten leider nicht dasselbe von sich behaupten.

Vergangene Woche hatte Amazon angekündigt, zehn Millionen US-Dollar an Organisationen zu spenden, die sich für soziale Gerechtigkeit für schwarze US-Amerikaner einsetzen. Auch andere Unternehmen hatten Millionenspenden versprochen.

bak