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Bundesagentur für Arbeit: Zahl der Arbeitslosen sinkt auf 3,017 Millionen

121.000 Menschen weniger als 2014: Die Arbeitslosenzahl fällt im Februar auf 3,017 Millionen. Zum Winterende gab es laut Fachleuten so wenige Jobsuchende wie schon lange nicht mehr.

Im Januar ist die Zahl der Arbeitslosen witterungsbedingt noch gestiegen

Im Januar ist die Zahl der Arbeitslosen witterungsbedingt noch gestiegen

Im Februar ist die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland um 15.000 auf 3,017 Millionen gesunken. Das sind 121.000 weniger als vor einem Jahr, wie die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg mitteilte. Die Arbeitslosenquote ging um 0,1 Punkte auf 6,9 Prozent zurück.

Der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, sagte: "Im Februar hat sich die positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt fortgesetzt. Die Arbeitslosigkeit ist gesunken, und die Beschäftigung behält ihren Aufwärtstrend bei."

Saisonbereinigt sank die Arbeitslosenzahl in Deutschland im Februar um rund 20.000 auf 2,812 Millionen. Die um jahreszeitliche Einflüsse bereinigte Erwerbslosenzahl ging im Westen Deutschlands um gut 11.000 zurück, im Osten sank sie um mehr als 8000.

Auswirkung des neuen Mindestlohns noch ungewiss

Noch kaum spürbar sind nach Ansicht der Volkswirte die Auswirkungen des zum Jahresanfang eingeführten Mindestlohns von 8,50 Euro auf den Arbeitsmarkt. Volkswirt Heiko Peters von der Deutschen Bank rechnet damit erst in den kommenden Monaten. Derzeit werde der Effekt von der guten Konjunktur und der Frühverrentungswelle im Zuge der abschlagsfreien Rente mit 63 abgemildert.

Nach Erkenntnissen von Ifo-Experte Steffen Henzel sind vom Mindestlohn bisher hauptsächlich Mini-Jobber betroffen. Ihre Zahl habe sich schon im November 2014 um 23 000 verringert. Anscheinend hätten Unternehmen bereits im Vorgriff auf die am Jahresanfang in Kraft getretene Mindestlohnregelung geringfügig entlohnte Jobs abgebaut.

Nach den Prognosen der Volkswirte dürfte die wieder erstarkende Konjunktur in den kommenden Monaten für einen unerwartet kräftigen Schub auf dem deutschen Arbeitsmarkt sorgen. Im Jahresschnitt könnte die Zahl der Erwerbslosen 2015 um 80.000 bis 100.000 sinken. Ursprünglich waren sie noch von einem weitaus geringeren Rückgang der Arbeitslosigkeit ausgegangen.

Stellenangebot so hoch wie nie

Unterdessen haben die vollen Auftragsbücher der Unternehmen das Stellenangebot weiter wachsen lassen. Nach Erkenntnissen der Bundesagentur für Arbeit gab es im Februar so viele freie Stellen wie selten zuvor. Ihre Zahl sei auf den höchsten Stand seit dem Beginn entsprechender Aufzeichnungen vor elf Jahren geklettert, zeigt der am Mittwoch veröffentlichte Stellenindex BA-X der Nürnberger Bundesbehörde.

Der Indikator stieg im aktuellen Monat auf den Wert von 183 und lag damit um einen Punkt über dem im Januar gemessenen bisherigen Höchststand. Im Vergleich zum Vorjahr verbesserte sich der Umfang der freien Stellen um 20 Punkte. Die absolute Zahl der von Unternehmen angebotenen Jobs will die Bundesagentur erst zusammen mit den Arbeitslosenzahlen veröffentlichen.

DPA / DPA