HOME

Autobauer vor der Pleite: Saab kann Löhne nicht mehr zahlen

Hiobsbotschaft ausgerechnet zum Mittsommernacht-Wochenende: Der schwer angeschlagene schwedische Autobauer Saab hat nicht mehr die Mittel, um seiner Belegschaft die Juni-Löhne auszuzahlen. Und in einer Woche läuft eine wichtige Frist ab.

Ausgerechnet zum Auftakt des langen schwedischen Mittsommer-Wochenendes geht dem angeschlagenen Autohersteller Saab das Geld für Löhne und Gehälter aus. Für die 3700 Beschäftigten in der Kleinstadt Trollhättan begann das hellste und fröhlichste Fest des ganzen Jahres am Donnerstag dunkel und bedrohlich. Auf den Konten fehlte das fällige Juni-Entgelt, und das endgültige Aus für Saab ist in bedrohliche Nähe gerückt.

"Die kriegen das schon hin. Ich weiß nur nicht wie", beschrieb der Saab-Wagenführer Lars Kadar im Rundfunksender SR die eigene Stimmung zwischen Hoffen und Bangen. Seine Gewerkschaft IF Metall stufte die Lage als "äußerst düster". Schon am Ende nächster Woche droht ein Konkursantrag. Dann läuft eine Mahnfrist für die Löhne von 1400 Metall-Mitgliedern ab.

Saab-Sprecherin Gunilla Gustavs klang auch nicht besonders optimistisch: "Wir tun alles, was möglich ist. Aber eine Prognose wage ich nicht zu geben." Ganz in Moll fügte sie hinzu: "Es tut uns so leid, dass die Mitarbeiter das ausgerechnet an Mittsommer verarbeiten müssen."

Seit den 90er-Jahren "chronischer Verlustbringer"

Den Umgang mit beängstigenden Neuigkeiten haben die Bauer der schwedischen Edel-Autos für gehobene Ansprüche in den letzten Jahren ziemlich gründlich gelernt. Schon als Tochter des US-Konzerns General Motors (GM) ab 1990 passte das böse Wort vom "chronischen Verlustbringer" fast jedes Jahr auf Saab. Mit Produktionszahlen von jährlich um 100.000 erreichten die Schweden so gut wie nie die aus Detroit vorgegebenen Ziele.

Ende 2009 platzte der schon ausgehandelte Verkauf durch GM an den geradezu winzigen heimischen Sportwagenhersteller Koenigsegg. Da schien bereits das endgültige Aus für Schwedens zweite stolze Automarke neben Volvo nahe. Aber dann kam der ebenfalls sehr kleine niederländische Sportwagenbauer Spyker Cars. Der umtriebige Spyker-Chef Victor Muller versprach schnell schwarze Zahlen.

Sollte es dann aber konkret werden, scheiterten am Ende alle Pläne. Erst konnte Muller seinen eigenen russischen Hauptfinanzier Wladimir Antonow nicht als direkten Saab-Eigner mit ins Boot bringen. Dann handelte er nach wochenlangem Produktionsstopp im Mai eine Zusammenarbeit mit dem recht kleinen chinesischen Autohersteller Hawtai aus. Als Hawtai zwei Wochen später wieder ausstieg, kam Muller nach rastlosen Reiseaktivitäten mit zwei neuen Partnern aus China zurück.

"Niemand glaubt Muller seine Versprechungen mehr"

Das hat nichts Grundlegendes an der gähnend leeren Konzernkasse im Westen Schwedens geändert: Seit April werden so gut wie keine Autos mehr gebaut und kaum welche verkauft. "Niemand glaubt Muller seine Versprechungen mehr", meinte der Kommentator des Rundfunksenders SR. Mit einiger Wehmut dürften die Schweden am Donnerstag nach der Arbeit ihre vielen Saabs für den Mittsommer-Ausflug gepackt haben.

mad/DPA / DPA
Themen in diesem Artikel
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(