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Stiftung Warentest: Babyphones im Test: Drei Kinderzimmer-Webcams sind "mangelhaft"

Stiftung Warentest hat klassische Babyphones mit und ohne Videofunktion sowie smarte Geräte mit Webcam getestet. Die Baby-Webcams mit Handy-App schnitten am schlechtesten ab.

Baby-Webcam

Baby-Webcams erlauben die Bildübertragung aufs Handy - haben aber teils eklatante Schwächen

Dank Babyphone können sich auch Eltern während der Schlafzeit des Nachwuchses entspannen, ohne ständig mit einem Ohr Richtung Kinderzimmer zu horchen. Doch welches Gerät ist das Richtige? Nur Ton, mit Video oder sogar mit smarter Handy-App?

Die Stiftung Warentest hat insgesamt 17 Modelle getestet - sechs klassische Babyphones, die nur Ton übertragen, sechs mit zusätzlicher Bildübertragung sowie fünf -Webcams mit App fürs Smartphone.

Wer sein Baby im Schlaf nicht beobachten will, greift am besten zur Standardvariante ohne Videofunktion. Die reinen Audio-Geräte funktionieren zuverlässig und haben überwiegend eine gute Übertragungsqualität. Testsieger ist das Modell Philips SCD585 (Note 1,7) für 136 Euro, das auch durch eine starke Akkulaufzeit glänzt. Ebenfalls gut und deutlich günstiger ist das VTech BM2300 (Note 2,4) für 64 Euro.

Wer ein Gerät mit Videobild bevorzugt, ist ebenfalls mit am besten bedient (Modell SCD630/26). Das Gerät für 176 Euro ist mit der Note 2,6 am besten bewertet, schwächelt aber wie die anderen auch bei der Bildqualität. Bei einigen Videomodellen ist auch der Klang nicht optimal. Die Bilder sind bei den Video-Babyphonen in der Regel sehr unscharf, das Kind ist aber auch im Dunkeln noch halbwegs zu erkennen.

Webcams mit Schwächen

Eine Alternative zum Video-Babyphone sind Baby- mit Handy-App. Ihr Vorteil ist die Reichweite. Während die klassischen Babyphones nur ein paar Zimmer weiter funken, übertragen die Webcams die Daten per Wlan aufs Handy. Das reicht theoretisch nicht nur bis in den Garten, sondern überallhin, wo Internetempfang ist.

Allerdings ist die Verbindung via Internet nicht so zuverlässig wie die Funkverbindung der klassischen Babyphones. Ein schwaches Internetsignal oder eine geringe Bandbreite können die Übertragung stören. Bei einem der Tester zeigte das Handy noch ein schlafendes Baby als dieses längst wach im Bett stand - das Bild war einfach eingefroren.

Zudem ist die Datenübertragung per Webcam nicht sicher, Fremde können theoretisch auf die Bilder zugreifen. Am meisten nervte die Tester die umständliche Einrichtung und frickelige Bedienung, drei Geräte fielen deshalb mit "Mangelhaft" durch. Am besten schnitt noch die Webcam von Philips für 170 Euro ab (Note 2,6).

Den gesamten Test gibt es kostenpflichtig auf www.test.de 

bak
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