HOME

Bahnstreik: Warnstreik in Hamburg und Hannover

Einen Tag vor der entscheidenden Verhandlungsrunde im Tarifkonflikt bei der Deutschen Bahn wurde wieder gestreikt. Zwischen 5.30 Uhr und 7.30 Uhr ging in den zwei norddeutschen Bahnhöfen nichts mehr.

Einen Tag vor der entscheidenden Verhandlungsrunde im Tarifkonflikt bei der Deutschen Bahn ist am Mittwochmorgen ein IC-Betriebwerk in Hamburg-Langenfelde bestreikt worden. 15 Intercity-und Eurocity-Züge blieben vorübergehend in ihren Hallen und wurden nicht für den Zugverkehr bereitgestellt, sagte der Sprecher der Gewerkschaft Transnet, Michael Klein. Betroffen waren unter anderem die Verbindungen nach Berlin, Stralsund und Köln gewesen. In Hannover wurde zudem das Reisezentrum bestreikt.

Ein Sprecher der Deutschen Bahn AG in Hamburg sprach von lediglich fünf Zügen im Fern- und Nahverkehr, die bis zu einer Stunde Verspätung gehabt hätten. Betroffen seien drei Intercity gewesen, der IC über Berlin nach Krakau, eine Verbindung nach Köln sowie ein IC nach Wien. Außerdem habe es bei zwei Nahverkehrsverbindungen nach Schleswig-Holstein Verspätungen und Streckenausfälle gegeben. Der Bahnsprecher rechnete mit Verspätungen bis in den Vormittag hinein.

Punktuelle Aktionen sollen weiter Druck machen

Nach Gewerkschaftsangaben dauerte der Ausstand von 5.30 Uhr bis etwa 7.30 Uhr. Demnach beteiligten sich bis zu 500 Bahnmitarbeiter an den Warnstreiks in Hamburg, weitere 100 in Hannover. "Wir werden weiter mit punktuellen Aktionen Druck machen", sagte Gewerkschaftssprecher Klein. Die Gewerkschaften Transnet und GDBA fordern unter anderem fünf Prozent mehr Einkommen und eine sofortige Angleichung der Ost-Einkommen.

Am Donnerstag gehen die Tarifverhandlungen in Berlin in die dritte Runde. Parallel dazu wollen die Lokführer am Donnerstagmorgen den Berufsverkehr flächendeckend für knapp eine Stunde lahm legen. Wie die Lokführergewerkschaft GdL ankündigte, soll am Morgen in ganz Deutschland für etwa 45 Minuten kein Zug mehr fahren.