Banken Schweizer UBS zahlt Irak-Gelder an US-Ministerium


Die Schweizer Großbank UBS wird einem Aufruf der USA folgen und bei ihr deponierte Gelder aus dem Irak an das US-Finanzministerium auszahlen.

Die UBS folgt dem US-Aufruf und gibt irakische Gelder an ein US-Ministerium weiter. Einen entsprechenden Bericht der «NZZ am Sonntag» bestätigte UBS-Sprecher Axel Langer, ohne Zahlen zu nennen. Die USA hatten am Donnerstag eine Offensive gestartet, um Gelder des irakischen Machthabers weltweit zu blockieren und zu beschlagnahmen. Die US-Behörden erhielten spezielle Vollmachten für die Beschlagnahmung von irakischen Guthaben in der Höhe von 1,74 Milliarden Dollar. Sie sollen für den Wiederaufbau nach dem Krieg eingesetzt werden.

Allen Anordnungen der USA Folge leisten

Die bereits seit 1990 auf UBS-Konten in den USA blockierten Gelder stammen laut Langer aus Transaktionen zwischen US-Ölfirmen und irakischen Empfängern. Wer das Geld hätte erhalten sollen, konnte Langer nicht sagen. Nach US-Angaben handelt es sich um Konten, die direkt im Namen der irakischen Regierung, der irakischen Zentralbank, der staatlich kontrollierten Geschäftsbanken und der staatlichen Erdöl-Verwertungs-Gesellschaft geführt werden. Die UBS wird die Gelder nun an die US-Behörden überweisen. «Wir werden in dieser Frage allen Anordnungen der USA Folge leisten», sagte Langer.

Keine direkten Saddam-Konten in der Schweiz

Parallel zur Ankündigung der USA vom letzten Freitag, die Gelder zu beschlagnahmen, forderten sie verschiedene Staaten auf, Konten der irakischen Regierung zu blockieren. Diese Aufforderung erging auch an die Schweiz. Nach Angaben der zuständigen Behörden befinden sich aber keine Konten des irakischen Machthabers Saddam Hussein oder seines Umfeldes in der Schweiz.

Gelder liegen bei UBS-Tochter

Dabei geht es um insgesamt 1,74 Milliarden Dollar (1,65 Milliarden Euro), die bei insgesamt 17 Banken liegen sollen. Das Geld soll weitgehend für humanitäre Zwecke in Irak eingesetzt werden. Die Gelder lägen nicht in der Schweiz, sondern bei der amerikanischen UBS-Tochter.


Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker