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Mitarbeiter unter Verdacht: Abrechnungsbetrug verursacht Millionenschaden bei BASF

BASF soll über Jahre hinweg Rechnungen für Leistungen bezahlt haben, die gar nicht erbracht wurden. Der Betrug erleichterte den Chemiekonzern um Millionen. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen mehrere Mitarbeiter.

Bunte BASF-Fahnen

Der Chemiekonzern BASF hat seinen Sitz in Ludwigshafen

DPA

Betrugsskandal bei BASF: Der Chemiekonzern ist um mehrere Millionen geprellt worden. Der Schaden ist durch "unrechtmäßige Abrechnung" von Fremdfirmen-Mitarbeitern entstanden, berichtet die Zeitung "Die Rheinpfalz". Dies habe eine Sprecherin des Unternehmens mit Sitz in Ludwigshafen am Sonntag bestätigt.

Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Betrugs und Bestechung

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Kaiserslautern hatten interne Untersuchungen des Unternehmens 2017 den Verdacht aufkommen lassen, dass externe Firmen zusammen mit vier BASF-Mitarbeitern in den vergangenen Jahren den Einsatz von Arbeitskräften am BASF-Standort Ludwigshafen unrechtmäßig abgerechnet haben. Einer der BASF-Mitarbeiter ist inzwischen gestorben, so dass noch gegen drei ermittelt wird. Es sollen Rechnungen gestellt worden sein, denen keine entsprechenden Leistungen zugrunde lagen.

In diesem Zusammenhang bestehe auch der Verdacht der Bestechlichkeit beziehungsweise der Bestechung, so die Ermittler. Ende Januar waren Arbeitsplätze und Wohnungen der BASF-Mitarbeiter sowie von fünf Vertretern externer Firmen durchsucht worden. Es wurden Unterlagen und Daten sichergestellt, die nun ausgewertet werden.

2016 machte BASF mit Chemikalien, Kunststoffen und Veredlungsprodukten sowie Pflanzenschutzmitteln, Öl und Gas weltweit einen Umsatz von rund 58 Milliarden Euro. Durch den Betrug soll einen Schaden in zweistelliger Millionenhöhe entstanden sein.

Rentner
fri / AFP / DPA