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Shopping-Event: Kaufen, kaufen, kaufen? Warum der Black Friday für Händler nach hinten losgehen kann

Black Friday und Cyber Monday, die US-amerikanischen Schnäppchenevents, haben sich in Deutschland etabliert. Freuen sollten sich die Händler aber nicht zu früh. Denn dieser Kaufrausch bringt große Nachteile mit sich.

Ansturm auf Rabattaktion: Black Friday: Kunden drehen völlig durch, um Schnäppchen zu erhaschen

"Okay, wir gehen rein, dann mit der Rolltreppe nach oben, schnappen uns die Kaffeemaschine und wieder raus", erklärt die junge Frau ihrer Mutter. Die beiden Frauen wollen nicht bummeln, sondern legen sich einen Schlachtplan zurecht, als sie am Freitag in der Bahn Richtung Hamburger Innenstadt sitzen. Je näher sie der Einkaufsmeile kommen, um so voller wird es. Denn es ist nicht irgendein Freitag, es ist Black Friday, der vorweihnachtliche Einkaufsrausch, der aus den USA auch in Deutschland angekommen ist. Dort drängeln und prügeln sich die Schnäppchenjäger traditionell durch die Malls. Für Einzelhändler beginnt mit dem Freitag vor Thanksgiving das Weihnachtsgeschäft. 

Black Friday trägt seinen Namen nicht umsonst: Dieser Tag markiert bei US-Händlern die Schwelle, an denen sie die Gewinnschwelle überschreiten und eben schwarze Zahlen schreiben. Die Online-Händler haben nachgezogen und den Cyber Monday installiert. Aber längst ist aus den zwei Tagen eine Rabattschlacht über knapp zwei Wochen geworden. Und die machen die Kassen bei Händlern voll. Der Handelsverband Deutschland (HDE) rechnete mit einem Umsatz von 2,4 Milliarden Euro. Laut der "Lebensmittelzeitung" schossen die Online-Verkäufe am Black Friday um 23,6 Prozent nach oben. Von 6,2 Milliarden Doller wurden allein zwei Milliarden Dollar für Smartphones ausgegeben, für den Cyber Monday erwarten die Experten von Adobe Analytics, die die Zahlen ausgewertet haben, noch einmal mit Umsätzen von zusätzlich 7,6 Milliarden Dollar. 

Lohnen sich Black Friday und Cyber Monday?

Also süßer die Kassen nie klingeln? Jein, kann da nur die Antwort lauten. Zum einen sind solche Events wichtig für Händler. "Aktionstage wie der Black Friday oder der Cyber Monday werden immer wichtiger für den Handel. Wir haben gesättigte Märkte in Deutschland. Da braucht man solche Anlässe, damit die Leute mehr kaufen“, sagt  Martin Fassnacht, Marketingexperte von der Wirtschaftshochschule WHU, zur "F.A.Z.". Doch die Lockangebote haben auch eine Schattenseite: Bislang konnten Verkäufer in Deutschland bis kurz vor Weihnachten handelsübliche Preise aufrufen, erst kurz vorm Fest setzen sie den Rotstift an. Nun beginnt das Weihnachtsgeschäft bereits mit satten Rabatten. "Schon zu Beginn des wichtigen Weihnachtsgeschäfts mit Preisnachlässen um sich zu werfen, macht eigentlich keinen Sinn. Die Rabatte sollten erst am Ende der Saison kommen", sagt Branchenkenner Gerrit Heinemann von der Hochschule Niederrhein zur "F.A.Z.". 

Das Problem: Die Rabattschlacht hat eine eigene Dynamik. Auf Internetseiten und in sozialen Netzwerken verbreiten sich die Angebote, wer da nicht mitmacht, bleibt am Ende auf der Ware sitzen. Auch die Rating-Agentur Moody's sieht den Black Friday kritisch für Händler. Durch den Black Friday wird ein Teil der Einkäufe aus dem Weihnachtsgeschäft vorverlagert, und zwar oft zu niedrigeren Gewinnmargen“, sagte Moody’s-Experte David Beadle. Als Vorteil sehen die Ratingexperten, dass durch solche Rabatttage auch kleinere Händler Kunden locken und einen guten Eindruck hinterlassen können. Doch Händler sollten sich vorab eine Strategie überlegen, einfach alles verschleudern, was in den Regalen steht, sei ein großer Fehler. Ziel sei es inzwischen bei vielen Händlern, verlustfrei aus der Rabattschlacht herauszukommen. Inzwischen gebe es Händler, die bewusst nicht mehr mitmachen, denn die Verkaufsevents würden sich vor allem für einige Warengruppen anbieten - und für andere eben nicht. "Wir gehen davon aus, dass der Verkaufstag sich mehr und mehr in Richtung Elektrik und Elektronik entwickelt und dass die Konsumenten immer deutlicher realisieren, dass wirkliche Schnäppchen selten sind", sagt Beadle der "Welt".

Tatsächlich zeigte eine Untersuchung ZDF-Magazins "Wiso", dass nicht alles günstig ist, was als Schnäppchen beworben wird. Die wirklichen Schnäppchen würde eh erst nach Weihnachten kommen, so die Experten. 

Ansturm auf Rabattaktion: Black Friday: Kunden drehen völlig durch, um Schnäppchen zu erhaschen
kg
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.