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ZDF-Sendung "Wiso": Black Friday: Ein Experte verrät, warum man bei vielen Angeboten kaum Geld spart

Schnäppchen für die Massen: Der Black Friday kommt aus den USA, wird aber auch in Deutschland immer beliebter. Eine Untersuchung des ZDF-Magazins "Wiso" zeigt aber nun: Viele Sonderangebote sind Mogelpackungen.

Die Grafik zeigt: Echte Schnäppchen muss man zum Black Friday mit der Lupe suchen.

Die Grafik zeigt: Echte Schnäppchen muss man zum Black Friday mit der Lupe suchen.

In den nächsten Tagen geht Schnäppchenjägern wieder das Herz auf: Am Freitag ist der für seine Rabattschlachten bekannte Black Friday an der Reihe, kurz darauf ist der Cyber Monday. Hunderte Shops nehmen daran teil, darunter auch namhafte Unternehmen wie Media Markt, Otto, Real und Adidas.

Doch lohnt sich der Black Friday wirklich? Das ZDF-Magazin "Wiso" wollte es genauer wissen und beauftragte eine Preisfindungsagentur, die mehr als 3000 Produkte ein halbes Jahr lang beobachtete. Insgesamt 11,4 Millionen einzelne Preise wurden in diesem Zeitraum erfasst. Damit lassen sich Preisentwicklungen von Produkten sehr genau wiedergeben.

Black Friday ist kein Schnäppchenparadies

Die wichtigste Erkenntnis: Am Black Friday kann man nur in Ausnahmen ein Schnäppchen machen. Viele Händler ziehen die Preise im Vorfeld an, um sie am Aktionstag wieder auf das eigentliche Niveau zu senken und die vermeintliche Differenz als Rabatt zu bewerben. Clemens Vest von preishoheit.de belegt das am Beispiel eines Kaffeeautomaten, den es einige Tage vor dem Black Friday sogar günstiger gab: "Das Preisniveau war vor dem Aktionszeitraum deutlich günstiger. Zum Black Friday hob sich das Niveau an. Wer hier gekauft hat, hat auf jeden Fall zu viel bezahlt." Einige Produkte waren sogar teurer.

Wer genau hinschaut, kann jedoch vereinzelt Schnäppchen machen. Einige Hersteller subventionieren an diesem Tag etwa ihre Produkte, verkaufen diese also quasi günstiger als üblich. Der Black Friday fungiere dann als Werbetag, erklärt der Experte. Das Ziel ist ein möglichst großer Abverkauf. Amazon rabattiert derzeit etwa seine eigenen Produkte wie diverse Echo-Lautsprecher stark.

Bei hochpreisigen Artikeln wie Apple-Geräten (iPhone, iPad, Macbook) sollte man aber nicht auf hohe Rabatte spekulieren. Hier purzeln die Preise in der Regel erst, wenn ein Nachfolger für das Produkt erhältlich ist. Statt niedrigerer Preise kann man eher auf Zugaben wie Zubehör oder iTunes-Gutscheinkarten hoffen.

Schnäppchen erst nach Weihnachten

Beim Großteil der untersuchten Produkte liegt die Ersparnis am Black Friday bei 10 Prozent oder weniger. Rabatte von 20 Prozent gab es nur bei 3,7 Prozent der beobachteten Produkte. Echte Schnäppchen von 40 Prozent und mehr gab es gerade mal bei 15 von mehr als 3000 untersuchten Produkten - das sind weniger als 1 Prozent.

Das Fazit der "Wiso"-Experten: "Es ist ein Marketing-Gag". Ein Gag, mit dem der Einzelhandel im vergangenen Jahr allerdings 1,7 Milliarden Euro umsetzte. Wer sich gedulden kann, sollte besser in den ersten Wochen des neuen Jahres zuschlagen: "Nach dem Weihnachtsgeschäft kann man echte Schnäppchen machen und nicht am Black Friday."

Hier sehen Sie den Wiso-Beitrag in voller Länge

Quelle: Wiso

cf
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.