COMPUTER Deutsche Domains und ihr Preis


Sechs Milliarden Mark, oder rund drei Milliarden Euro, müsste ein Käufer für alle fünf Millionen deutschen Internetadressen (Domains) anlegen.

Diese stolze Summe ergab eine Hochrechnung von Europas führender Handelsplattform für Domainnamen, Sedo.de. Diese sechse Milliarden Mark entsprechen etwa fünf Prozent der Börsenkapitalisierung aller Aktien im Neuen-Markt-Index NEMAX.

Absurde Preisvorstellungen

Bescheiden sind diese Zahlen aber im Vergleich zu den Preisvorstellungen vieler Domainbesitzer. Über 16 Milliarden Euro Erlös, so eine weitere Hochrechnung, wollen die Verkäufer auf der Plattform Sedo.de erzielen. Nicht immer geht die Rechnung auf: In den Verkaufsverhandlungen müssen zuweilen deutliche Abstriche gemacht werden.

Begehrte Domains sind teuer

Im Durchschnitt bringt eine Transaktion auf dem Domainmarkt umgerechnet 1.422 Euro. Die Preisspannen sind dabei recht hoch. Die Hälfte aller Adressen kostete bislang weniger als 600 Euro. Für begehrte Domains muss man dagegen fünfstellige Summen hinblättern. So wechselte beispielsweise die Adresse »schwule.de« für 40.000 Mark ihren Besitzer.

Adressen-Suchmaschine

Die vorliegenden Marktdaten wurden aus Anlass der Euro-Umstellung bilanziert. Bei Sedo sind derzeit täglich 400.000 Adressen exklusiv im Angebot. Weiters lassen sich über eine Suchmaschine weltweit weitere 1,2 Millionen Namen aller Top Level Domains kostenlos recherchieren.


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