HOME

Gelockerter Lockdown: Corona-Regeln: Was sich am Montag ändert - und was (noch) nicht

Mit diesem Montag treten die ersten vorsichtigen Lockerungen der Beschränkungen wegen der Corona-Pandemie in Kraft. Vor allem die Öffnung kleinerer Geschäfte wird sehnlichst erwartet. Was ab Montag wieder geht, und was noch nicht.

Corona-Beschränkungen: Offene Fragen vor Wiedereröffnung

Nach einem Monat weitgehenden Stillstands in Deutschland werden von diesem Montag an die ersten Corona-Auflagen schrittweise gelockert. Etliche Läden und Einrichtungen dürfen unter Auflagen wieder öffnen. Der Deutsche Städtetag erwartet nach eigener Aussage trotz der langen Zwangspause aber keinen Run auf die Geschäfte.

Das ändert sich ab Montag: 

  • Geschäfte mit einer Ladenfläche bis zu 800 Quadratmetern dürfen wieder öffnen. Für Buchhandlungen, Auto- und Fahrradhändler gilt die Begrenzung nicht, Kunden sind hier auf jeden Fall wieder willkommen. Wann wo genau geöffnet wird, entscheiden die Länder.
  • Auch Eisdielen dürfen vielerorts wieder außer Haus verkaufen oder ausliefern.  
  • Zoos öffnen ebenfalls wieder, in manchen Regionen schon ab diesem Montag.
  • Die ersten Schüler kommen für Prüfungen und Prüfungsvorbereitungen in die Schulen zurück. Berlin, Brandenburg und Sachsen machen den Anfang. 
  • An Hochschulen dürfen Prüfungen stattfinden. Labore, Bibliotheken und Archive dürfen unter strengen Auflagen wieder öffnen. 
  • Krankschreibungen per Telefon bei Erkältungssymptomen sind ab Montag nicht mehr möglich. Wer ein Attest braucht, muss zum Arzt. 
  • Sachsen führt als erstes Bundesland am Montag eine flächendeckende Mund-Nasen-Schutz-Pflicht in Bussen, Bahnen und Geschäften ein. 
  • Sachsen erlaubt auch Gottesdienste wieder, die anderswo noch verboten bleiben. Teilnehmen dürfen maximal 15 Gläubige.

Was (noch) bleibt:

  • Kitas bleiben geschlossen, die Notbetreuung soll aber ausgeweitet werden. Auch hier regeln die Länder selbst, wie sie vorgehen. 
  • Die Kontaktbeschränkungen mit einem Mindestabstand von 1,5 Metern gelten weiterhin.  
  • Großveranstaltungen bleiben bis zum 31. August verboten. Was alles unter "Großveranstaltung" fällt, wird noch geklärt. Bundesligaspiele vor Publikum werden in dieser Saison nicht mehr stattfinden.
  • Auf Reisen auch zu Verwandten soll weiterhin verzichtet werden bleiben. Touristische Übernachtungen sind nicht gestattet. Für Auslandsreisen gilt weiterhin die weltweite Reisewarnung.
  • Restaurants und Bars dürfen nur Außer-Haus-Service anbieten. 
  • Geschlossen bleiben auch Kultureinrichtungen, Schwimmbäder, Spielplätze, Fitnesscenter, Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe. Friseure dürfen ab 4. Mai wieder aufmachen.

Laden-Öffnungen: Bayern lässt sich noch Zeit

Voraussetzung für die Öffnung der Geschäfte sind entsprechende Verordnungen. Ob die überall schon an diesem Montag vorliegen werden, bleibt abzuwarten. Unter Umständen müssen Läden und ihre Kunden mancherorts noch bis Dienstag oder Mittwoch warten. In Bayern öffnen die Geschäfte grundsätzlich erst eine Woche später, am 27. April.

dho / DPA