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Deutsche Wirtschaft boomt Konjunkturbelebung entlastet den Haushalt


Der Aufschwung der deutschen Wirtschaft setzt sich fort, allerdings ohne das Rekordtempo zu halten: Das Bruttoinlandsprodukt legte im dritten Quartal um 0,7 Prozent im Vergleich zum Vorquartal zu. Dank der guten Konjunktur muss der Bund 2011 deutlich weniger Schulden aufnehmen als bisher vorgesehen.

Der Aufschwung der deutschen Wirtschaft setzt sich mit abgeschwächtem Tempo fort. Wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte, stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) zwischen Juli und Ende September preis-, saison- und kalenderbereinigt um 0,7 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Im zweiten Vierteljahr war die Wirtschaft nach revidierten Zahlen um 2,3 Prozent gewachsen, im ersten Quartal lag der Anstieg bei 0,6 Prozent. Im Vorjahresvergleich legte das BIP im dritten Vierteljahr preisbereinigt um 3,9 Prozent zu, nach 4,1 Prozent zwischen April und Ende Juni.

Dank der konjunkturellen Erholung muss der Bund im kommenden Jahr deutlich weniger Schulden aufnehmen als bisher vorgesehen. Die schwarz-gelbe Koalition einigte sich am frühen Freitagmorgen in Berlin auf die endgültige Fassung des Bundeshaushalts 2011. So liegt die Neuverschuldung 2011 bei 48,4 Milliarden Euro. Dies sind 9,1 Milliarden Euro weniger, als in dem im Juli vom Kabinett verabschiedeten Etatentwurf des Bundesfinanzministeriums vorgesehen waren.

Der Haushaltsausschuss des Bundestags vereinbarte auf der sogenannten Bereinigungssitzung zudem, das Gesamtvolumen des Bundeshaushalts im kommenden Jahr auf 305,8 Milliarden Euro zu beschränken. Es liegt damit 4,3 Prozent unter der ursprünglichen Planung. Der Haushaltsausschuss tritt jedes Jahr im Herbst zusammen, um den vom Bundesfinanzminister vorgelegten Etatentwurf der aktuellen Lage anzupassen. Die endgültige Etatfassung wird Ende November dem Bundestag zur abschließenden Entscheidung vorgelegt.

zen/AFP AFP

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