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Verschuldeter Freizeitpark: Disneyland Paris soll mit Milliarden Euro gerettet werden

Der Freizeitpark Euro Disney schreibt seit Jahren rote Zahlen und hat 1,75 Milliarden Euro Schulden angehäuft. Mit Investitionen ins laufende Geschäft soll die Besucherzahl erhöht werden.

Die Besucherzahlen sind immer weiter zurückgegangen: Euro Disney steckt in der Krise

Die Besucherzahlen sind immer weiter zurückgegangen: Euro Disney steckt in der Krise

Der Unterhaltungspark Euro Disney erhält eine Finanzhilfe über eine Milliarde Euro. Insbesondere der mit 40 Prozent beteiligte Mutterkonzern Walt Disney greift dem östlich von Paris ansässigen Unternehmen bei einer Kapitalerhöhung und einer Umschuldung unter die Arme.

Wie dessen Management am Montag mitteilte, sollen die frischen Mittel ins laufende Geschäft investiert werden, um die Besucherzahl zu erhöhen. Euro Disney ist der größte Touristenmagnet in Europa. Seit dem Start 1992 kamen 275 Millionen Gäste. Das Unternehmen spürt allerdings das schwache wirtschaftliche Umfeld und hat mittlerweile einen Schuldenberg von 1,75 Milliarden Euro aufgehäuft.

Der Freizeitpark rund um Mickey Mouse in Marne-la-Vallée bei Paris, der zu den wichtigsten Touristenattraktionen in Frankreich zählt, schreibt seit vielen Jahren rote Zahlen. Im Ende September abgelaufenen Geschäftsjahr 2014 war die Besucherzahl erneut auf zwischen 14,1 und 14,2 Millionen zurückgegangen, wie das Unternehmen mitteilte. Im Vorjahr war die Besucherzahl auf 14,9 Millionen gesunken, nachdem im Jubiläumsjahr 2012 zum 20. Geburtstag ein Rekord von 16 Millionen Besuchern vermeldet worden war.

Mutterkonzern hilft Euro Disney beim Schuldenabbau

Geplant ist zum einen eine Geldspritze über 420 Millionen Euro. Davon sollen gut 350 Millionen Euro mit dem Verkauf neuer Aktien erzielt werden. Bezugsberechtigt sind alle Aktionäre. Sollten sich nicht genügend Interessenten finden, übernimmt Walt Disney die restlichen Papiere, damit die angepeilte Summe zustande kommt.

Ob der zweitgrößte Eigner – der saudi-arabische Prinz Alwalid bin Talal mit einer Beteiligung von aktuell zehn Prozent - mitzieht, ist nach Auskunft von Euro Disneys Finanzchef Mark Stead noch nicht ausgemacht. Ferner trägt der Mutterkonzern zum Schuldenabbau bei. Verbindlichkeiten der Tochter über 600 Millionen Euro bei Walt Disney sollen in Firmenanteile umgewandelt werden.

An der Pariser Börse reagierten Anleger mit massiven Verkäufen auf die mögliche Verwässerung ihrer Beteiligungen. Der Kurs von Euro Disney lag 16 Prozent im Minus.

mka/Reuters/AFP / Reuters
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