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Dresdner Bank: Überschuss in 2006 halbiert

Die Dresdner Bank, Tochter des Allianz-Konzerns, hat in 2006 fast 50 Prozent weniger Überschuss eingefahren. Das gab die Bank am Montag auf ihrer Bilanz-PK bekannt. Der angebliche Grund für die Verluste: der Abbau von Arbeitsplätzen.

2006 sank der Überschuss der Dresdner Bank um fast die Hälfte von 1,71 Milliarden auf 870 Millionen Euro. Bereinigt um das Ergebnis aus Finanzanlagen betrug der Vorjahresgewinn allerdings nur 457 Millionen Euro. Gedrückt wurde der Gewinn 2006 durch die Kosten für die Streichung von weiteren knapp 2500 Arbeitsplätzen. Im Schlussquartal ergab sich ein Verlust von 214 Millionen.

Privatkunden im Visier

Operativ jedoch legte die Bank 2006 deutlich zu: Der operative Gewinn hat sich binnen Jahresfrist auf 1,35 Milliarden Euro mehr als verdoppelt. "Wir sind zurück im Markt und wachsen profitabel", sagte Vorstandschef Herbert Walter.

Die Dresdner Bank will bis spätestens 2008 in Deutschland gut 400 000 zusätzliche Privatkunden gewinnen. Mit dann 6,5 Millionen Kunden hätte die Allianz-Tochter in diesem Geschäftsfeld einen Marktanteil von zehn Prozent, wie die Bank am Montag in Frankfurt mitteilte. Zudem soll der Mittelstand künftig an knapp 450 statt bisher 200 Standorten beraten werden.

DPA / DPA
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